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Präsentation der Broschüre „Antisemitismus. Gesellschaftliche Herausforderung und pädagogisches Handeln“

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Antisemitismus ist und bleibt eine große gesellschaftliche und damit auch schulische Herausforderung. Antisemitische Vorstellungen sind in der Gesellschaft nach wie vor tief verankert. Ob codiert oder offen, ob öffentlich oder privat – Stereotype und Feindbilder sind in Österreich auf vielfältige Art präsent und kommen immer wieder zum Vorschein. Doch wie können Pädagog*innen Antisemitismus im Klassenzimmer begegnen? Das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) und das OeAD-Programm ERINNERN:AT haben in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Salzburg die Broschüre „Antisemitismus. Gesellschaftliche Herausforderung & pädagogisches Handeln“ herausgegeben. Sie soll Lehrpersonen dabei unterstützen, Antisemitismus entgegenzutreten – sowohl wenn er geäußert wird als auch zur Prävention. Die 58-seitige Handreichung, verfasst von Bianca Kämpf, Axel Schacht und Adelheid Schreilechner, enthält Grundlagenwissen, Handlungsempfehlungen und zahlreiche weiterführende Informationen.

„Der OeAD setzt sich mit seinen Programmen und Angebote dafür ein, dass Schulen sichere, diskriminierungsfreie und inklusive Orte sind, die allen Schülerinnen und Schülern die Chance auf Bildung eröffnen. Dazu gehört auch, sich präventiv mit Antisemitismus auseinanderzusetzen“, sagt OeAD-Geschäftsführer Jakob Calice zur neuen Veröffentlichung.

„Lehrer*innen können einen immens wichtigen Beitrag in der Auseinandersetzung mit den vielfältigen Formen des Antisemitismus leisten. Dabei dürfen wir sie nicht alleine lassen. Wir geben ihnen mit der Handreichung ein Werkzeug mit, um Antisemitismus effektiv erkennen, benennen und bekämpfen zu können“, sagt Andreas Kranebitter, Wissenschaftlicher Leiter des DÖW.

Das DÖW und der OeAD mit seinem Programm ERINNERN:AT wurden bei der Erstellung der Broschüre durch die PH Salzburg, die eine Säule der Lehrpersonenaus- und -fortbildung ist, unterstützt. Adelheid Schreilechner, Professorin an der PH und Mitautorin der Handreichung, sagt: „Es ist schwierig geworden, über Antisemitismus zu reden – auch in Klassenzimmern. Komplexe gesellschaftliche Dynamiken, die Gewalteskalation im Nahen Osten und weltweite Social-Media-Phänomene heizen die Stimmung an. Viele Lehrpersonen stellen fest, dass die Beschäftigung mit dem Holocaust nicht ausreicht, um der Komplexität des Themas gerecht zu werden.“

Finanzielle Unterstützung für die Herstellung der Broschüre kam vom Bundesministerium für Bildung. Minister Christoph Wiederkehr begrüßt die gemeinsame Initiative des DÖW, des OeAD und der PH Salzburg: „Antisemitismus hat an Schulen keinen Platz, deswegen unterstützen wir unsere Lehrpersonen mit qualitätsgesicherten Materialien. Die nun vorgestellte Handreichung stärkt das Wissen und die Kompetenzen von Lehrpersonen. Sie ist ein weiterer Meilenstein der Nationalen Strategie gegen Antisemitismus 2.0. Die Handreichung steht allen Lehrpersonen zur Verfügung und wird fortan auch in der Aus- und Fortbildung eingesetzt,“ sagt er. Die Bundesregierung präsentierte im November 2025 die „Nationale Strategie gegen Antisemitismus 2.0“ mit 49 konkreten Maßnahmen in acht Handlungsfeldern, Bildung ist eine Säule der Strategie.

Die Handreichung „Antisemitismus. Gesellschaftliche Herausforderung & pädagogisches Handeln“ wurde am 4. Februar 2026 im Salzburger Stefan-Zweig-Zentrum öffentlich vorgestellt.

Das detaillierte Programm der Veranstaltung vom 4. Februar 2026 findet sich hier: https://www.erinnern.at/termine/antisemitismus-als-herausforderung-in-schule-und-gesellschaft

Mehr zur Handreichung und eine kostenlose Downloadmöglichkeit findet sich hier:
https://www.doew.at/neues/neue-broschuere-fuer-lehrpersonen-antisemitismus-gesellschaftliche-herausforderung-paedagogisches-handeln

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