ROT-WEISS-ROT BAUEN bewegt: GBH-Neujahrstour 2026 war Startschuss für konkrete Schritte
Neun Länder, neun Stationen. Über 1.200 Kontakte, breite Zustimmung aus Wirtschaft, Politik und Gemeinden – Gewerkschaft BAU-HOLZ kündigt nächste Schritte an
Mit der Neujahrstour 2026 hat die Gewerkschaft BAU-HOLZ (GBH) ein klares Signal gesetzt: ROT-WEISS-ROT BAUEN ist ein gemeinsames Anliegen, das quer durch alle Ebenen und politischen Lager trägt. In neun Stationen in allen Bundesländern wurden über 1.200 persönliche Kontakte geknüpft – mit Vertreter:innen aus Wirtschaft, Gemeinden, Ländern sowie der Bundespolitik. Die Resonanz: außergewöhnlich breit, sachlich und zustimmend.
„Was wir erlebt haben, war eine echte Bewegung“, bilanziert Abg. z. NR Josef Muchitsch, GBH-Bundesvorsitzender, „ROT-WEISS-ROT BAUEN findet Zustimmung in allen politischen Lagern – von der Gemeindeebene bis zur Bundespolitik, von der Bauwirtschaft bis zu öffentlichen Auftraggebern.“
Breite Zustimmung – klare Botschaft
Die Tour zeigte deutlich: Auftragsvergaben sind mehr als ein formaler Akt. Sie entscheiden darüber,
- wer den Auftrag erhält,
- wie die Lieferketten gestaltet sind,
- und wer als Subunternehmer zugelassen wird – insbesondere in Bezug auf Arbeitsbedingungen, Beschäftigung und Wertschöpfung.
„Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten braucht es Verantwortung bei der Vergabe – nicht kurzfristige Billigstlogik“, so Muchitsch, „Diese Haltung eint überraschend viele.“
ROT-WEISS-ROT BAUEN endet nicht – es beginnt jetzt erst
Gleichzeitig stellt die GBH klar: Mit dem Ende der Neujahrstour endet ROT-WEISS-ROT BAUEN nicht. Im Gegenteil – jetzt geht es erst los! „Die Tour war nur der Aufschlag. Jetzt geht es darum, aus Zustimmung verbindliche Schritte zu machen“, gibt sich Muchitsch kämpferisch.
Die nächsten Schritte
1. Leitfaden „Wie geht ROT-WEISS-ROT BAUEN?“
Gemeinsam mit dem Vergabeexperten RA Martin Schiefer erarbeitet die GBH einen praxisnahen Leitfaden, angepasst an die neuen erweiterten Möglichkeiten durch das neue Bundesvergabegesetz zu regionalen Vergaben ab März 2026. Dieser wird aufzeigen, wie regionale Vergaben rechtssicher, transparent und wirksam umgesetzt werden können.
2. Verbindliche Partnerschaften mit öffentlichen Auftraggebern
Die GBH wird gezielt das Gespräch mit großen öffentlichen Auftraggebern und Bauträgern suchen – darunter Infrastruktur- und Wohnbauträger auf Bundes-, Landes- und Gemeindeebene. Ziel ist eine klare Verpflichtung zu regionalen Vergaben und österreichischer Qualität. „Uns geht es nicht um Lippenbekenntnisse. Wir wollen nachweisbare Fakten: Wer bekommt die Aufträge? Wie sind die Subunternehmerketten aufgebaut? Wo bleibt die Wertschöpfung?“, betont Muchitsch.
3. Qualität, Beschäftigung und Verantwortung messbar machen
ROT-WEISS-ROT BAUEN soll künftig anhand konkreter Kriterien überprüfbar sein – mit Blick auf Beschäftigung, Ausbildung, regionale Wertschöpfung und faire Arbeitsbedingungen entlang der gesamten Auftragskette.
Jetzt zählt die Umsetzung: ROT-WEISS-ROT BAUEN muss in den Köpfen verbindlich werden
„Aufträge in Österreich – privat und öffentlich – müssen bei den Menschen ankommen, die hier Steuern zahlen, arbeiten, ausbilden und Verantwortung tragen. Mit Hausverstand müssen wir in eine verbindliche Umsetzung kommen. Dafür werden wir weiter Druck machen – sachlich, konsequent und gemeinsam mit allen Mutigen und Vernünftigen”, so Muchitsch abschließend.
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