Klangräume eröffnen: Konzertfrühjahr 2026 in der Sammlung alter Musikinstrumente | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

Klangräume eröffnen: Konzertfrühjahr 2026 in der Sammlung alter Musikinstrumente

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(Ressort: Kultur/ Termine / Musik / Wien)

Die Sammlung alter Musikinstrumente im Kunsthistorischen Museum Wien startet mit einem vielseitigen Programm ins erste Halbjahr 2026. Konzerte mit international renommierten Künstler:innen, das neue Kurzformat „Unerhört!“ sowie ein Führungsangebot laden dazu ein, historische Instrumente nicht nur zu betrachten, sondern als lebendige Klangzeugnisse ihrer Zeit zu erleben.

Konzerttermine Frühjahr 2026

Den musikalischen Schwerpunkt bilden drei hochkarätige Konzertmatineen und -soireen, die unterschiedlichen Klangwelten und Epochen miteinander verbinden:

Bereits am 15. März 2026 präsentieren Edoardo Torbianelli und Mikayel Balyan unter dem Titel „Zwischen Donau und Moldau“ Klaviermusik für zwei und vier Hände aus der deutschen Romantik. Auf zwei historischen Hammerflügeln entfaltet sich ein farbenreicher Dialog zwischen lyrischer Intimität und orchestraler Klangfülle.

Die einzigartige Eleganz und der Farbenreichtum der Romantik prägen jene Sehnsucht, die diese Epoche so unverwechselbar macht. In der Musik für zwei und vier Hände entfaltet sich ein intimes und zugleich mitreißendes Gespräch am Klavier – mal tänzerisch und brillant, mal poetisch und träumerisch. Edoardo Torbianelli und Mikayel Balyan zählen zu den führenden Interpreten des romantischen Klavierrepertoires auf historischen Instrumenten. Ihnen gelingt es, die poetische Tiefe der Werke von Franz Schubert und Robert Schumann ebenso wie die technischen Raffinessen der Grand Sonate à quatre mains von Ignaz Moscheles unmittelbar erfahrbar zu machen. Die Hammerflügel von Nannette Streicher und Conrad Graf eröffnen mit ihrem charaktervollen, transparenten Klang ein Fenster in die Klangwelt des 19. Jahrhunderts.

Am 19. April 2026 nehmen Christophe Coin und Rebeka Rusó das Publikum mit auf eine „Klangreise mit zwei Gamben“. Zwei historische Instrumente von Jacob Stainer treten dabei in einen spannungsvollen Dialog zwischen historischer Baukunst und musikalischer Interpretation.

Den Abschluss des Konzertfrühjahrs bildet am 16. Juni 2026 die Soirée „Tanzen ohne Tänzer“ mit Phantasm. Das Ensemble gehört zu den profiliertesten Gambenconsorts und bringt „stilisierte“ Tanzmusik des 16. und 17. Jahrhunderts auf Instrumenten der Sammlung alter Musikinstrumente zum Klingen. Die Werke von Anthony Holborne, John Dowland, John Jenkins und William Lawes zeigen die reichen Ausdrucksmöglichkeiten einer Musik, die nie bloß Begleitung bleibt.

Mit den Konzerten und neuen Vermittlungsformaten wird die Sammlung zum Resonanzraum: Historische Instrumente treten in einen lebendigen Dialog mit Forschung, Interpretation und Publikum“, so Sebastian Kirsch, Direktor der Sammlung alter Musikinstrumente.

„Unerhört!“

Mit „Unerhört!“ hat die Sammlung alter Musikinstrumente seit 2025 ein kompaktes Vermittlungsformat etabliert, das Einblicke in Forschung und Sammlungspraxis bietet. In jeweils 20 Minuten Vortrag und 20 Minuten Führung steh bzw. musikalischer Darbietung stehen ausgewählte Instrumente und Themen im Mittelpunkt. Die Veranstaltungen finden in unregelmäßigen Abständen, etwa fünf Mal pro Jahr, statt. „Unerhört!“ richtet sich an ein neugieriges Publikum, das Klanggeschichte konzentriert erleben und sich überraschen lassen möchte.

Am 5. März 2026 um 16:00 Uhr findet die vierte Ausgabe der Reihe unter dem Titel „Table for four – the String Quartet at Home“ statt. Im Mittelpunkt steht ein Quartetttisch aus dem 18. Jahrhundert, der für Streichinstrumentalisten konzipiert wurde. Dr. Lidia Chang gibt Einblick in ein außergewöhnliches Stück Kammermusikgeschichte, musikalisch begleitet das Nouma Quartett.

(Hinweis: Der Vortrag findet in englischer Sprache statt.)

Die nächsten Termine:

5.3.26 Unerhört! #4 Table for four – The String Quartet at Home (in englischer Sprache)

15.4.26 Unerhört! #5 Molzer Reloaded – Die Restaurierungsgeschichte der einzig spielbaren Multiplexorgel in Wien

Führungen: regelmäßig und mehrsprachig

Das Führungsangebot wird 2026 weiter ausgebaut. Regelmäßige Führungen sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache eröffnen fundierte Einblicke in die ständige Sammlung und sprechen gezielt auch ein internationales Publikum an.

Die Sammlung alter Musikinstrumente – ein klingendes Kulturerbe

Die Sammlung alter Musikinstrumente im Kunsthistorischen Museum zählt zu den bedeutendsten ihrer Art weltweit. Ihre über 700 Objekte – von höfischen Prunkstücken bis zu Experimentalinstrumenten – machen Wien als Zentrum europäischer Musikkultur lebendig erfahrbar. Hier verschmelzen Geschichte, Klang und Forschung zu einer inspirierenden Begegnung mit dem kulturellen Erbe Europas.

Nächste Termine

Donnerstag, 5. März 2025, 16:00 Uhr
Unerhört! #4 – Table for four – The String Quartet at Home
Vortrag in englischer Sprache
Mit Lidia Chang (Vortrag), Noema Quartetti (Musik)

Sonntag, 15. März 2026, 11:00 Uhr
Konzertmatinee
Zwischen Donau und Moldau – Klaviermusik für zwei und vier Hände aus der deutschen Romantik
Edoardo Torbianelli und Mikayel Balyan spielen auf Wiener Hammerflügeln des frühen 19. Jahrhunderts.

Ort: Sammlung alter Musikinstrumente, Neue Hofburg, Heldenplatz (Zugang über das Weltmuseum Wien)

Alle Informationen und Termine finden Sie unter:
https://www.khm.at/ausstellungen/sammlung-alter-musikinstrumente

Konzertmatinee: Zwischen Donau und Moldau

Sonntag, 15. März 2026, 11:00 Uhr Konzertmatinee Zwischen Donau und Moldau – Klaviermusik für zwei und vier Hände aus der deutschen Romantik Edoardo Torbianelli und Mikayel Balyan spielen auf Wiener Hammerflügeln des frühen 19. Jahrhunderts.

Datum: 15.03.2026, 11:00 Uhr

Art: Aufführungen/Bühne

Ort: Sammlung alter Musikinstrumente, Neue Hofburg (Eingang über Weltmuseum Wien)
Heldenplatz
1010 Wien
Österreich

URL: https://www.khm.at/programm/zwischen-donau-und-moldau-klaviermusik-fuer-zwei-und-vier-haende-aus-der-deutschen-romantik

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