FW-Ranftler: Strompreise treiben KMU in die Pleite – Regierung schaut tatenlos zu!
Der aktuelle Bericht „Strom-Gebühren-Hammer: Unternehmer zeigt seine Rechnung“ legt schonungslos offen, was tausende Betriebe täglich erleben: explodierende Stromkosten bringen Klein- und Mittelunternehmen massiv unter Druck und treiben immer mehr von ihnen in die Insolvenz. Während die Bundesregierung über Industriestrategien und Fördermilliarden spricht, wird der Mittelstand – das Rückgrat der österreichischen Wirtschaft – faktisch ignoriert.
Ein Unternehmer aus dem Burgenland zeigt exemplarisch, dass Netzentgelte, Abgaben und Gebühren den eigentlichen Strompreis um ein Vielfaches übersteigen und längst jede betriebswirtschaftliche Vernunft sprengen. KMU können diese Kosten nicht einfach weitergeben, sie stehen im internationalen Wettbewerb und werden gleichzeitig mit Energiepreisen belastet, die Existenzen gefährden.
Die Freiheitliche Wirtschaft teilt ausdrücklich die Kritik des KMU-Finanzexperten Gerald Zmuegg: Die Bundesregierung lässt Kleinunternehmer und den Mittelstand im Stich und wundert sich danach über steigende Insolvenzen, Betriebsschließungen und den Verlust von Arbeitsplätzen. Wer sich wirtschaftspolitisch ausschließlich auf die Großindustrie fokussiert, verkennt die Realität des Standorts Österreich.
Mit der neuen Industriestrategie braucht es daher sofort auch eine eigenständige KMU-Strategie. Für kleine und mittlere Betriebe muss ein deutlich günstigerer Strompreis pro kWh gelten – angelehnt an den geplanten Industriestrompreis. Energie ist keine Luxusware, sondern eine Grundvoraussetzung für unternehmerische Leistung, Verantwortung und Wettbewerbsfähigkeit.
Ohne rasches Gegensteuern werden weitere Betriebe aufgeben müssen. Das ist keine Detailfrage der Energiepolitik, sondern eine Standort- und Überlebensfrage.
Norbert Ranftler, Vizepräsident der WK-Salzburg und Landesobmann der Freiheitlichen Wirtschaft Salzburg dazu: „Die Regierung sieht zu, wie KMU an den Stromkosten ersticken, und wundert sich dann über Pleitenrekorde. Wer den Mittelstand vergisst, zerstört Arbeitsplätze und Wertschöpfung. Wir fordern einen leistbaren KMU-Strompreis und eine eigene, sofort wirksame KMU-Strategie – nicht irgendwann, sondern jetzt.“
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