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ÖAW vergibt 95 Stipendien an Nachwuchsforscher:innen

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Die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) zeichnete 95 exzellente junge Wissenschaftler:innen mit Stipendien aus. Die feierliche Aufnahme der Nachwuchsforscher:innen in die Stipendienprogramme der ÖAW fand am 20. Jänner 2026 im Festsaal der ÖAW statt. Die ÖAW setzt damit die seit 1994 aufrechte Tradition der Vergabe von Stipendien zur Förderung individueller Exzellenz und zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Forschungslandschaft fort.

Die aktuellen Stipendien erfolgen über die Programme DOC, APART-GSK und MAX KADE und umfassen Forschungsprojekte aus den Natur- und Technikwissenschaften, den Life Sciences und der Medizin sowie aus den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften. Das Gesamtfördervolumen beträgt 13,3 Mio. Euro, davon stammen 470.000 Euro aus Mitteln der MAX KADE Foundation.

„Wissenschaft braucht faire Chancen. Wenn wir junge Forscher:innen gezielt unterstützen, stärken wir nicht nur Innovation, sondern auch soziale Gerechtigkeit und echte Gleichstellung. Der hohe Frauenanteil zeigt: Öffentliche Förderung baut Hürden ab und schafft Zugang. Unser Anspruch ist klar: Herkunft oder Geschlecht dürfen niemals darüber entscheiden, wer forschen, gestalten und Zukunft möglich machen kann“, so Eva-Maria Holzleitner, Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung.

„Wir müssen das Potenzial von vielversprechenden Talenten nützen. Ihre neuen und frischen Ideen brauchen frühzeitig die richtigen Rahmenbedingungen, um sich entfalten zu können. Mit ihren Stipendien investiert die ÖAW gezielt in Wissenschaft und Forschung und damit in die Zukunft der Republik“, sagt Heinz Faßmann, Präsident der ÖAW.

Exzellenzförderung in Zahlen

Im aktuellen Auswahlverfahren gingen insgesamt 465 Anträge ein – 391 im DOC-Programm, 59 im Postdoc-Programm APART-GSK und 15 im internationalen Programm MAX KADE. Bewilligt wurden 95 Stipendien, was einer Bewilligungsquote von rund 20 Prozent entspricht.

Den größten Anteil stellt das Doktorand:innenprogramm DOC: 79 junge Wissenschaftler:innen erhalten ein Stipendium für die Durchführung ihrer Dissertation an insgesamt 15 Universitäten und Forschungseinrichtungen in Österreich – rund ein Drittel davon an der Universität Wien. Weitere wichtige Standorte sind unter anderem die Medizinische Universität Wien, die Universitäten Graz, Innsbruck und Salzburg, die Technischen Universitäten in Wien und Graz sowie IST Austria.

Internationale Perspektiven für den wissenschaftlichen Nachwuchs

Neun Postdocs werden im Programm APART-GSK bei der Vorbereitung ihres nächsten zentralen Karriereschritts, einer Habilitation oder eines zweiten Buches, in den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften unterstützt. Sie forschen unter anderem an der ÖAW, an der Universität Wien, der Universität Graz sowie an Kunst- und Musikuniversitäten.

Weitere sieben Stipendiat:innen arbeiten mit einem MAX-KADE-Stipendium an renommierten US-amerikanischen Forschungseinrichtungen, darunter die Harvard University. Die neu bewilligten Stipendiat:innen kommen aus insgesamt 30 verschiedenen Staaten. 40 Prozent besitzen die österreichische Staatsbürgerschaft, 10 Prozent die deutsche. Weitere Stipendiat:innen stammen u. a. aus Italien, Indien, Kroatien und Polen.

Große inhaltliche Vielfalt

Inhaltlich liegt der Schwerpunkt diesmal im naturwissenschaftlich-medizinischen Bereich: Rund zwei Drittel der bewilligten Projekte entfallen auf Life Sciences, Medizin, Mathematik, Informatik, Physik, Chemie und Ingenieurwissenschaften – etwa zu Krebsforschung, Neurobiologie, künstlicher Intelligenz, Quantenphysik, Klimamodellierung oder Gentechnologie. Rund ein Drittel der Stipendien geht an Projekte aus den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften, darunter Arbeiten zu Klimapolitik, Migration, Gender Studies, Rechtsfragen der Digitalisierung, antiker Geschichte, Literatur- und Musikwissenschaft, Archäologie und zeitgenössischer Kunst.

Mit den Programmen DOC und APART-GSK ermöglicht die ÖAW jungen Forscher:innen, bereits früh eigenständig Projekte zu entwickeln und umzusetzen. Das MAX-KADE-Programm stärkt darüber hinaus die internationale Mobilität und Vernetzung durch Forschungsaufenthalte an US-Institutionen.

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