IV zu Älterenbeschäftigung: Anhebung des Pensionsalters stärkt Arbeitsmarkt und Pensionssystem | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

IV zu Älterenbeschäftigung: Anhebung des Pensionsalters stärkt Arbeitsmarkt und Pensionssystem

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Die Beschäftigungsquote 60+ steigt vor allem bei Frauen aufgrund der schrittweisen Angleichung des Regelpensionsalters. Die Anhebung des gesetzlichen Frauenpensionsalters zeigt signifikant positive Effekte für Arbeitsmarkt und Pensionssystem und führt vor allem zu zusätzlicher Beschäftigung, was auch das WIFO festgestellt hat. „Die Anhebung des Frauenpensionsalters wirkt. Um das faktische Pensionsantrittsalter weiter anzuheben, brauchen wir strukturelle Pensionsreformschritte. Die jüngst beschlossene Anpassung bei der Korridorpension ist positiv, aber nicht ausreichend. Die Türen in die Frühpension müssen geschlossen, Altersgrenzen demografischen Realitäten angepasst werden. Aber einerseits für Frühpensionsregelungen einzutreten oder diese gar ausweiten zu wollen, gleichzeitig jedoch die Betriebe für deren Inanspruchnahme an den Pranger zu stellen ist unsachlich. Die wiederholten Rufe nach Bonus-Malus Quotenmodellen für Ältere gehen am eigentlichen Problem vorbei und zielen nur auf eine bürokratische Zusatzbelastung sowie die Pönalisierung der ohnedies unter hohem Druck stehenden Betriebe, was verfehlt ist“, hält Christoph Neumayer, Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), anlässlich der heutigen Pressekonferenz der AK zur Älterenbeschäftigung fest.

82 Prozent der neuen Pensionistinnen und Pensionisten geben laut Statistik Austria als Hauptgrund für die Beendigung der Erwerbstätigkeit und Inanspruchnahme der Alterspension an, dass die Voraussetzungen für den Pensionsantritt erfüllt waren. Rund drei Viertel der Menschen in Österreich gehen direkt aus einer Erwerbstätigkeit in die Alterspension.

Diverse Studien von WIFO, OECD oder EcoAustria zeigen, das österreichische Pensionssystem steht angesichts demografischer Entwicklungen und wachsender öffentlicher Zuschüsse unter erheblichem Druck. Die WIFO-Studie Alterssicherungssysteme und Pensionsreformen in Europa empfiehlt, erfolgreiche Beispiele anderer Länder zu nutzen: etwa die Erhöhung des Pensionsantrittsalters, Anreize für längeres Arbeiten oder eine Anpassung der Pensionsberechnung an aktuelle Lebensrealitäten. Die Pensionskommission hat bereits vor Jahren festgehalten, dass das Zugangsalter bei den Alterspensionen mehr oder minder von den gesetzlichen Regelungen abhängt, genauer gesagt von den im Gesetz vorgegebenen Altersgrenzen für die normale und die jeweiligen vorzeitigen Alterspensionen. „Ein demografiefittes Pensionssystem muss Frühpensionen gesetzlich einschränken und auch die gestiegene Lebenserwartung abbilden. Es ist entscheidend, hier ehrlich Verantwortung zu übernehmen, um das Pensionssystem wieder nachhaltig finanzierbar zu machen“, so Neumayer abschließend.

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