ÖGB-Kemperle: „Arbeitsplätze für Ältere schaffen statt weiter Schein-Diskussionen führen“ | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

ÖGB-Kemperle: „Arbeitsplätze für Ältere schaffen statt weiter Schein-Diskussionen führen“

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„Anstatt ältere Arbeitnehmer:innen pauschal als zu teuer abzustempeln, muss endlich ihr Wert gesehen werden: Ihre Erfahrung, Krisenstabilität und Loyalität sind klare Stärken“, betont ÖGB-Bundespensionist:innenvorsitzende Monika Kemperle vor dem Hintergrund wiederkehrender Debatten zur Beschäftigung älterer Menschen. Rund ein Drittel der mittleren und großen Unternehmen in Österreich beschäftigt keine einzige Person über 60 – ein klares Zeichen für ausbleibende Chancen.

Pensionsdebatte absurd und realitätsfern
Die ständige Forderung nach einer Anhebung des Pensionsantrittsalters sei „nicht nur realitätsfern, sondern absurd“, kritisiert Kemperle. Schon heute gehen viele gesundheitlich vorgeschädigt in Pension, eine weitere Verschärfung würde bedeuten, dass sie ihre wohlverdiente Pension krank oder gar nicht mehr erleben. Stattdessen braucht es faire Rahmenbedingungen in den Betrieben.

Millionärssteuer schafft sozialen Ausgleich

Das sind nicht die einzigen Kritikpunkte des ÖGB. Kemperle fordert: „Hände weg von der 13. und 14. Pension“. Vor allem richtet sich ihre Kritik gegen Vorschläge, die Bezüge pflegebedürftiger Pensionist:innen für die Pflegefinanzierung einzuziehen. Das gefährdet ihre finanzielle Existenz massiv. Parallel dazu spricht sich die ÖGB-Bundespensionist:innenvorsitzende für eine Millionärssteuer aus. Damit Reiche fairer zum Sozialstaat beitragen.

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