Kühberger: Ausseer Deklaration zum Wolf beim "Transnationalen Frühlingssymposium" in Bad Aussee unterzeichnet | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

Kühberger: Ausseer Deklaration zum Wolf beim „Transnationalen Frühlingssymposium“ in Bad Aussee unterzeichnet

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Die Ausbreitung des Wolfes stellt die Landwirtschaft, aber auch die ländliche Bevölkerung, vor große Probleme. Beim „Transnationalen Frühlingssymposium“ des Vereines „Wolfstopp“ in Bad Aussee am 18. April diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Bayern, Österreich und der Schweiz über Lösungsmöglichkeiten zur Wolfproblematik. Als Ergebnis wurde die sogenannte Ausseer Deklaration unterzeichnet, welche Ziele, Forderungen und mögliche weitere Vorgehensweisen im Umgang mit dem Beutegreifer Wolf skizziert. Eines der wichtigsten Ergebnisse war die einstimmige Forderung nach einer erleichterten Abschussmöglichkeit. „Der Abschuss von Problemwölfen stellt in vielen Almregionen die einzige praxistaugliche Möglichkeit dar, sich gegen den Wolf zu wehren und die Risszahlen zu reduzieren. Darum wurden in den meisten Bundesländern bereits Möglichkeiten geschaffen, um sogenannte Problem- und Schadwölfe zu entnehmen“, führt der steirische Nationalratsabgeordnete und Mitunterzeichner der Ausseer Deklaration Andreas Kühberger aus.

Der Abgeordnete weiter: „Die Zahlen zeigen, dass dies der einzig richtige Weg ist. So lagen die Nutztierverluste durch Wölfe in Kärnten im Jahr 2022 bei 867 Tieren. Durch das Inkrafttreten der Wolfsverordnung und dem damit verbundenen Abschuss sanken die Verluste 2023 auf weniger als die Hälfte. Auch in Tirol zeichnet sich ein ähnliches Bild.“

Mit dem Alm- und Weideschutzgesetz nehme Kärnten auch beim nächsten Schritt zu einem praxistauglichen Wolfsmanagement eine Vorreiterrolle ein. Dieses Gesetz ermögliche die Ausweisung von Almflächen, auf denen alternative Herdenschutzmaßnahmen in der Praxis nicht möglich seien. Hier soll der Abschuss von Problemwölfen weiter erleichtert werden, so Kühberger.

Zwtl.: EU erwägt Absenkung des Schutzstatus

Auf EU-Ebene habe die jetzige steirische Agrarlandesrätin Simone Schmiedtbauer in ihrer Zeit als Europaabgeordnete als erste dafür gekämpft, dass Brüssel endlich hinschaut, wenn es um das menschliche und tierische Leid in den ländlichen Regionen geht, das durch den Wolf verursacht werde, so der Abgeordnete. Darauf aufbauend konnte Bundesminister Norbert Totschnig eine Allianz mit 16 weiteren EU-Staaten schmieden. Auf deren Initiative will die EU-Kommission den Schutzstatus des Wolfes in der Berner Konvention von „streng geschützt“ auf „geschützt“ herabstufen. Um dies zu erreichen, müsse als nächstes der EU-Umweltministerrat eine Absenkung des Schutzstatus unterstützen, erläutert der Mandatar.

Auf Initiative des niederösterreichischen Landeshauptmann-Stellvertreters Stefan Pernkopf hätten die Bundesländer deshalb eine sogenannte einheitliche Länderstellungnahme auf den Weg gebracht, die eine Senkung des Schutzstatus des Wolfes unterstütze. Umweltministerin Gewessler sei an diese gebunden und müsse daher die Position der Länder im EU-Rat unterstützen, so Kühberger.

„Diese Beispiele zeigen, dass wir auf vielen verschiedenen Ebenen arbeiten. Wichtig ist nun, an dem Thema dranzubleiben und sich breit aufzustellen. In diesem Zusammenhang ist die Ausseer Deklaration ein weiterer bedeutender Schritt, bei dem sich Funktionärinnen und Funktionäre verschiedener Interessensvertretungen und Parteien länderübergreifend zu einem gemeinsamen Ziel bekannt haben. Und dieses Ziel muss ein praxistaugliches Wolfsmanagement und die Unterstützung für unsere Bäuerinnen und Bauern sein“, stellte Kühberger, der selbst Almbauer ist, abschließend klar. (Schluss)

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