Grüne Wien/Sequenz, Stark zu 2 Jahre Parkpickerl: Zeit ist reif für ein modernes und klimafreundlicheres Zonen-Modell
Vor genau 2 Jahren wurde das alte Parkpickerl-Modell auf alle Bezirke Wiens ausgeweitet. „Auch wenn das Parkpickerl einen Beitrag dazu leistet, den Zustrom von Autopendler:innen nach Wien zu reduzieren und viele Bezirksteile vom Parkplatzdruck zu befreien, so ist es doch nur die Ausweitung eines veralteten Modells aus den 90er Jahren und bringt damit viel Binnenverkehr. Die Erfahrungen der letzten Monate haben gezeigt: Die Zeit ist reif für eine Weiterentwicklung hin zu einem modernen und klimafreundlicherem Parkpickerl-Modell“, so die Grünen Mobilitätssprecher:innen Kilian Stark und Heidi Sequenz.
Konkret fordern die Wiener Grünen die Einführung eines flexiblen und damit effektiveren Zonenmodells mit unterschiedlichen Kurzpark-Tarifen (von Innen nach Außen günstiger). Eine Preisstaffelung nach Fahrzeuglänge oder nach CO2-Ausstoß wäre ebenfalls ein zeitgemäße und sinnvolle Maßnahme.
Dafür ist eine Weiterentwicklung der Wiener Parkraumbewirtschaftung nötig. Eine solche Reform wird im Wiener Klimafahrplan empfohlen und wurde auch im Rot-Pinken Koalitionsabkommen festgeschrieben. „Rot-Pink kommt hier einfach nicht in die Gänge. Das jetzige Modell – jedem Bezirk sein Parkpickerl – wurde vor 30 Jahren für kleine Bezirke entwickelt. Das reduziert zwar innerhalb der Stadtgrenze parkende Fahrzeuge von Pendler:innen, fördert aber leider auch den Binnenverkehr innerhalb der großen Flächenbezirke. Das bedeutet: Mehr Abgase, mehr CO2- Emissionen, kein Klimaschutz, keine echte Verkehrswende“, so Stark.
Sequenz: „Wien hat eine ambitioniertere Mobilitätspolitik verdient. Wollen wir in Wien endlich smart parken oder an einem veralteten Modell aus den 90er Jahren festhalten? Ein Zonenmodell lenkt den Verkehr effektiver, ist einheitlich, übersichtlich und praktikabel. Dem Magistrat liegen bereits umfangreiche Vorbereitungsarbeiten und Modelle bis hin zu Textentwürfen für ein Landesgesetz und eine Verordnung vor. Rot-Pink muss sich endlich an ihre eigenen Versprechen halten und die Arbeit aufnehmen!"
Durch die Ausweitung des Parkpickerls werden in Wien rund 70.000 Autoabstellplätze nicht mehr gebraucht. Die Grünen Wien präsentierten schon im Jahr 2022 einen Sieben-Punkte-Plan zur sinnvollen Nutzung dieser Flächen. „Leider passiert mit diesen Flächen nach wie vor zu wenig. Es macht keinen Sinn, statt Parkplätzen leere Betonflächen vorzufinden. Wir werden weiter Druck auf die Stadtregierung ausüben, um diese freigewordenen Flächen den Wienerinnen und Wienern zurückzugeben – mit Baumpflanzungen, Radwegen, Bankerln. Die Chance ist da, um ein klimafreundliches, sicheres und lebenswertes Wien zu schaffen. Nutzen wir sie", schließen Sequenz und Stark.
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