SJ-Stich zu Nehammers Wohnplänen: „Der Ausverkauf von gemeinnützigem Wohnbau ist ein Trojanisches Pferd für junge Menschen!“
“Es ist löblich, die Voraussetzungen dafür schaffen zu wollen, dass sich junge Leute etwas aufbauen können. Die Politik der ÖVP hat in den vergangenen Jahrzehnten jedoch stets das Gegenteil bewirkt. Auch der neueste Vorstoß von Karl Nehammer ist in diese Kategorie einzuordnen. Wer leistbaren Wohnraum für junge Menschen schaffen will, muss gemeinnützigen Wohnbau fördern und Spekulanten in die Schranken weisen. Öffentliche Gelder für Wohnraum auszugeben, der in weiterer Folge privatisiert wird, führt aber ganz sicher nicht dazu, dass Wohnen langfristig leistbar bleibt!
“, sagt Paul Stich, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend Österreich (SJ) angesichts der neuesten Vorschläge von Bundeskanzler Nehammer.
Stich untermauert dies anhand eines internationalen Beispiels. “Gegen Ende des 20. Jahrhunderts wurden in Großbritannien öffentliche Wohnungen im großen Stil verkauft. Mit der Folge, dass diese nicht mehr zielgerichtet für jene (jungen) Menschen zur Verfügung standen, die etwa zum Ausziehen leistbaren Wohnraum gebraucht hätten. Das Ergebnis heute ist, dass der Wunsch nach einem Eigenheim für normale Menschen in Großbritannien zu einer Illusion geworden ist. Aus einem kurzfristigen Zuckerl wurde eine Bürde für alle folgenden Generationen. Wenn die ÖVP solche Zustände auch in Österreich haben will, ist ihr nicht mehr zu helfen. Bei dieser Mogelpackung spielen wir sicher nicht mit!
”, so Stich abschließend.
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