Jetzt Abstract einreichen: Zweiter Tag der Parlamentsforschung findet am 20. Juni im Hohen Haus statt
Bereits zum zweiten Mal lädt das Österreichische Parlament am 20. Juni 2024 zu einem Tag der Parlamentsforschung ein. Die eintägige Veranstaltung im Hohen Haus wird vom Rechts-, Legislativ- und Wissenschaftlichen Dienst (RLW) der Parlamentsdirektion organisiert und dient dem Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis. In diesem Jahr steht die Förderung multi- und interdisziplinärer Parlamentsforschung im Mittelpunkt. Die diesjährige Keynote-Speakerin Emma Crewe ruft dazu auf, etablierte Wege zu verlassen und neue, mutige Netzwerke einzugehen. Dies bedeutet, alteingesessene Ansätze beispielsweise aus der Rechts- oder Politikwissenschaft mit "Newcomern" zu verbinden und den Fokus auf multi- und interdisziplinäre Forschung zu richten. Dazu gehören beispielsweise Anthropologie, Psychologie, Philosophie, Kognitionswissenschaften, Kulturwissenschaften, Linguistik und das, was als "ihre" Methoden angesehen wird. Es bedeutet auch, das Bewusstsein für transdisziplinäre Ansätze zu schärfen, welche die Integration verschiedener Arten von Informationen, wie beispielsweise Laienwissen, ermöglicht. Eine entsprechend breitere und zugleich tiefergehende Fokussierung eröffnet möglicherweise neue Diskussionsräume und erweitert das Verständnis aktueller Phänomene.
Im Fokus: Was leisten Parlamente?
Parlamente als Wissensinstitutionen standen im Vorjahr beim ersten Tag der Parlamentsforschung im Mittelpunkt der Diskussion. Als Keynote-Speaker:innen waren vergangenen Juni der Politikwissenschaftler Marc Geddes und die Rechtswissenschaftlerin Iris Eisenberger zu Gast im Hohen Haus. Dieses Jahr soll der Tag der Parlamentsforschung zum Diskurs über die Leistung von Parlamenten in einer sich stark verändernden Welt beitragen. Was ist parlamentarische Leistung und wie können wir sie beurteilen? Können und sollen Parlamente an ihrer Wirksamkeit gemessen werden? Wie wirken sich Skandale und Gewalt gegen Parlamente und Parlamentarier:innen oder andere disruptive Tendenzen auf die Arbeitsweise von Parlamenten aus? Welche Auswirkung haben neue Technologien auf die parlamentarische Arbeit?
Wissenschaftler:innen aus dem In- und Ausland sind eingeladen, ihre neueste Forschung zu diesen Themen vorzustellen und zu diskutieren. Begleitet werden die Initiativen im Bereich Parlamentsforschung vom Rechts-, Legislativ-, und Wissenschaftlichen Dienst der Parlamentsdirektion sowie von der Parlamentsbibliothek, deren Suchportal zu einer öffentlich abrufbaren digitalen Bibliographie mit dem Schwerpunkt Parlamentsforschung führt.
Einreichungen bis Mitte April möglich
Vorschläge für wissenschaftliche Beiträge können in Form eines Abstracts bis 15.04.2024 per E-Mail an parlamentsforschung@parlament.gv.at gesandt werden. Die Details dazu sind unter www.parlament.gv.at/fachinfos/rlw/parlamentsforschung/ abrufbar.
Am Webportal des Parlaments finden Sie alle Informationen rund um den jährlich stattfindenden Tag der Parlamentsforschung, das "Forschungsjahr im Parlament" sowie das Angebot Digitale Bibliographie Parlamentsforschung der Parlamentsbibliothek. Details zu Zugangsmodalitäten sowie allen Services und generellen Bedingungen der Bibliotheksnutzung finden Sie unter Benutzung | Parlament Österreich. (Schluss) bea
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