Strasser: Änderung des Wolfs-Schutzstatus ist längst überfällig
Heute hat die EU-Kommission einen Vorschlag vorgelegt, den Status von Wölfen in Europa von "streng geschützt" auf "geschützt" herabzustufen. Bauernbund-Präsident Abg.z.NR DI Georg Strasser begrüßt diesen Schritt, den der Bauernbund schon lange gefordert hat: "Der stete Tropfen höhlt den Stein: Unser beständiges Engagement in Brüssel zahlt sich aus. Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig hat bereits im September 2022 die EU-Kommission aufgefordert, den Schutzstatus des Wolfes zu überarbeiten. Diese Initiative haben insgesamt 16 Mitgliedstaaten unterstützt, das zeigt klar und deutlich, wie brennend dieses Thema ist. Durch den tatkräftigen Einsatz unserer Bauernbund-Abgeordneten ist es außerdem gelungen, eine Resolution zur Absenkung des Schutzstatus von Wölfen im EU-Parlament zu erwirken. Jetzt hat sich die EU-Kommission bewegt und angekündigt, den Schutzstatus senken zu wollen – eine Entscheidung, der eine europaweite Datenerhebung unter Betroffenen maßgeblich zugrunde liegt."
Es gilt im nächsten Schritt, den Schutzstatus in der Berner Konvention mit ihren 47 Mitgliedstaaten zu diskutieren. "Die Mitgliedstaaten der Berner Konvention sind gefordert, Vernunft walten zu lassen. Die explosionsartige Ausbreitung von Wölfen – insbesondere im Alpenraum – gefährdet die Existenz unserer Bauernfamilien. Sie brauchen wirksame und praktisch umsetzbare Lösungen im Umgang mit dem Großraubtier, damit die Bewirtschaftung von extensiven Weiden in Bergregionen weiterhin möglich ist. Das ist im Sinne des Tierwohls und der Biodiversität", so Strasser.
Strasser hebt die Bedeutung einer bäuerlichen Vertretung in den Institutionen der EU hervor: "Unser Wirken auf europäischer Ebene trägt Früchte. Das ist der beständigen Überzeugungsarbeit unseres Landwirtschaftsministers Norbert Totschnig und unseres EU-Abgeordneten Alexander Bernhuber zu verdanken, die nicht müde werden, auf einen zeitgemäßen Umgang mit dem Großraubtier Wolf zu pochen. Wir werden weiterhin nicht nachlassen, an wirksamen Lösungen zu arbeiten, die Tier- und Menschenleid vermeiden." (Schluss)
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
(C) Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender. Bauernbund Österreich (BBÖ)