SPÖ-Sozialsprecher Muchitsch: „Arbeitslosigkeit steigt, Wirtschaft schrumpft, Inflation viel zu hoch“ | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

SPÖ-Sozialsprecher Muchitsch: „Arbeitslosigkeit steigt, Wirtschaft schrumpft, Inflation viel zu hoch“

0 429

Seit April dieses Jahres steigt die Arbeitslosigkeit in Österreich jedes Monat, so auch im September. Ende September waren 320.760 Personen als arbeitslos bzw. in Schulungen beim AMS registriert, im Vergleich zum Vorjahr sind das um 14.000 mehr. Für SPÖ-Sozialsprecher Josef Muchitsch ist die Kombination aus steigender Arbeitslosigkeit, immer noch viel zu hoher Teuerung und sinkender Wirtschaftsleistung besorgniserregend. „Warum die Regierung den Weckruf nicht schon lange gehört hat, ist nicht zu verstehen“, sagt Muchitsch. ****

    Die SPÖ drängt auf wirksame Maßnahmen gegen die Teuerung. „Bei Mieten, Energie und Lebensmitteln zahlen die Menschen viel zu viel. Das Einkommen fehlt an allen Ecken und Enden und schlägt auf die gesamte Nachfrage durch – immer mehr Insolvenzen, immer weniger Investitionen“, so Muchitsch: „Der Konjunkturmotor Bauwirtschaft kommt nicht nur ins Stottern, sondern ist kurz vorm Absterben.“

    Außerdem spricht sich Muchitsch für eine Ausbildungsoffensive aus. „Das wäre mal was anderes, Fachkräftemangel nicht nur zu beklagen, wie das die Regierung tut, sondern aktiv zu werden. Das hilft den Arbeitssuchenden und den Unternehmen“, sagt Muchitsch. „Dass die Regierung in dieser Situation das AMS-Budget für aktive Arbeitsmarktpolitik kürzen will, versteht niemand.“

    Und Muchitsch bleibt bei der Forderung, das Arbeitslosengeld und die Notstandshilfe zu valorisieren und die Nettoersatzrate zu erhöhen: „Das sind die einzigen Sozialleistungen, die nicht an die Inflation angepasst werden, das muss endlich passieren. Die Rekordinflation trifft Menschen mit langer Arbeitslosigkeit in ihrer Existenz.“

    Ein Drittel der Arbeitssuchenden ist länger als ein Jahr auf Jobsuche. Die durchschnittlichen Tagsätze in der Arbeitslosigkeit sind seit 2020 kaum gestiegen (im Juni 37,5 Euro/Tag) und in der Notstandshilfe gar nicht (30 Euro/Tag), die Preise in der gleichen Zeit aber um deutlich mehr als 20 Prozent. (Schluss) wf/bj 

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
(C) Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender. SPÖ-Parlamentsklub

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.