„Orientierung“ über das dichte Programm für Papst Franziskus und die Seligsprechung als Politikum | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

„Orientierung“ über das dichte Programm für Papst Franziskus und die Seligsprechung als Politikum

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Wien (OTS) – Sandra Szabo präsentiert „Orientierung“ am Sonntag, dem 10. September 2023, um 12.30 Uhr in ORF 2 mit folgenden Themen:

Heißer Herbst: Dichtes Programm für Papst Franziskus

Noch im Juni lag Papst Franziskus mit einer schweren Operation im Krankenhaus, seither absolviert er ein dichtes Programm. Die Reisen zum Weltjugendtag nach Lissabon und in die Mongolei waren erst der Auftakt, der heiße Herbst geht nun in Rom über die Bühne. Mit der Ernennung neuer Kardinäle wird der Pontifex ein künftiges Konklave nach seinem Wunsch umgeformt haben. Und Anfang Oktober beginnt in Rom die Weltsynode, auf der in Sachen Kirchenreform erste Entscheidungen fallen sollen. Konservative Kirchenkreise bringen sich schon in Stellung, das innerkirchliche Tauziehen dürfte heftig werden. Vatikanjournalist Ludwig Ring-Eifel ist im „Orientierung“-Schaltgespräch nach Rom dabei.

Martyrium einer Familie: Seligsprechung als Politikum

Das polnische Ehepaar Ulma hatte während des Zweiten Weltkriegs Jüdinnen und Juden versteckt und wurde dafür gemeinsam mit ihren sechs Kindern von den deutschen Besatzern erschossen. Die Familie war katholisch und wusste, dass ihr Akt der Nächstenliebe den Tod bedeuten konnte. Doch es gibt auch die andere Seite: In Jedwabne wurde 1941 die jüdische Bevölkerung von ihren polnischen Nachbarn ermordet. Die Beteiligung von Polen am Holocaust wird von der regierenden rechtkonservativen PiS-Partei bis heute geleugnet. Sie spricht lieber von den Heldentaten des Volkes, die Seligsprechung der Familie Ulma kommt ihr gerade recht. Eine Reportage aus Polen von Martin Motylewicz und Klaus Ther.

Katholikentag 1933: Staat und Kirche Hand in Hand

Vor 90 Jahren, im September 1933, lud die katholische Kirche unter Kardinal Theodor Innitzer zu einem großen „Deutschen Katholikentag“ nach Wien. Vordergründig ging es darum, den Wiener Stephansdom zu feiern – der Südturm wurde 1433 fertiggestellt – und der Zweiten Wiener Türkenbelagerung von 1683 zu gedenken. Aber das religiöse Fest hatte auch eine politische Agenda: Die Kirche zeigte sich einmütig an der Seite des katholischen Bundeskanzlers Engelbert Dollfuß, der das Parlament ausgeschaltet hatte und dabei war, seinen austrofaschistischen Ständestaat zu errichten. Christian Rathner berichtet.

Sarg aus Eis: Gletscherbegräbnis für das Klima

Vertreterinnen und Vertreter der katholischen und evangelischen Kirche haben auf dem Großglockner symbolisch den Gletscher zu Grabe getragen. Die Initiative der Umweltschutzorganisation „Protect Our Winters“ wollte auf die Tatsache aufmerksam machen, dass die Pasterze schon bald nicht mehr der größte Gletscher Österreichs sein werde. Hannah Schilcher berichtet über eine Klimaschutzaktion mit kirchlichem Segen.

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