Korosec zu Equal Pension Day: „Altersarmut jetzt und in Zukunft bekämpfen!“
„Frauen verdienen im Berufsleben immer noch 19 Prozent weniger als Männer. In der Pension ist der Unterschied mit 40 Prozent doppelt so groß. Das ist ein deutliches Warnzeichen – und zwar 365 Tage im Jahr! Der jährliche Aufschrei alleine hilft nicht, sowohl Politik, als auch Wirtschaft, Frauen und Männer sind gefordert, gemeinsam der Ungleichheit ein Ende zu setzen!“, kommentiert Seniorenbund-Präsidentin Ingrid Korosec den kommenden Equal Pension Day am 4. August – der Tag, an dem Männer im Schnitt bereits so viel Pension bekommen haben wie Frauen das ganze Jahr über erhalten werden.
Pensionsanpassung 2024: Jetzt gegen Altersarmut kämpfen!
Die hohe Inflation der vergangenen Monate und Jahre hat die Situation für unzählige armutsgefährdete Seniorinnen und Senioren besonders verschärft und belastet die Seniorinnen und Senioren bis in den Mittelstand hinein. Deswegen setzt sich Ingrid Korosec als Seniorenratspräsidentin bei den Verhandlungen zur Pensionsanpassung 2024 für umfassende Unterstützungen ein. „Die volle gesetzliche Pensionsanpassung von 9,7 Prozent für alle ist für mich eine Selbstverständlichkeit“, betont sie. Alles weitere müsse verhandelt werden, etwa eine Abgeltung der finanziellen Vorleistungen, die Seniorinnen und Senioren angesichts der starken Teuerung bis zur Anpassung der Pensionen tätigen mussten.
Pensionsschere: Altersarmut in der Zukunft verhindern!
Die Wurzeln von weiblicher Altersarmut sind geringere Gehälter und Löhne in typischen „Frauenberufen“, und dass Frauen mangels Alternativen Kinderbetreuung und Pflege oft dem Beruf vorziehen müssen. Für den Kampf gegen Altersarmut fordert Korosec:
- Kindererziehungszeiten durch automatisches Pensionssplitting besser vergüten: Korosec dazu: „Zu wenig Information seitens der Behörden und zu wenig Vorausdenken seitens der Eltern zeigen deutlich: Das gesetzlich verpflichtende Pensionssplitting muss endlich umgesetzt werden, besser früher als später!“
- Rahmenbedingungen schaffen, damit Frauen mehr Vollzeit arbeiten können: „Kindererziehung und Angehörigenpflege wird immer noch in der Regel den Frauen umgehängt. Damit laufen sie sehenden Auges Richtung Altersarmut – weil sie nicht anders können!“, warnt Korosec und fordert den Ausbau der Finanzierung für Kinderbetreuung und mehr Fördermittel für Betriebskindergärten.
- Frauen und Männer besser über die Folgen von Teilzeitarbeit aufklären: 27,3 Prozent der Frauen, die Teilzeit arbeiten, geben an, nicht Vollzeit arbeiten zu wollen. „Wer sich heute bewusst für Teilzeitarbeit entscheidet, muss wissen, dass er oder sie zusätzliche Vorsorge treffen muss!“, so Korosec abschließend.
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