ÖGB-Schumann: „Vollzeitarbeit für Frauen möglich machen“
„Mehr als die Hälfte der Frauen arbeitet Teilzeit und viele davon unfreiwillig“, sagt Korinna Schumann ÖGB-Vizepräsidentin und Frauenvorsitzende. Die aktuellen Eurostat-Zahlen belegen das. „Anstatt Teilzeitbeschäftigte mit Kürzungen bei Sozialleistungen zu bestrafen, sollte es den vielen Frauen möglich gemacht werden, überhaupt Vollzeit arbeiten gehen zu können.“ Dazu müsse endlich das Angebot an Kinderbetreuungsmöglichkeiten ausgebaut werden. Der ÖGB fordert einen Rechtsanspruch auf einen Kinderbildungsplatz ab dem 1. Geburtstag des Kindes.
„Es gibt viele Hebel, die man nutzen könnte, um Vollzeitarbeit oder zumindest die Aufstockung der Arbeitszeit möglich zu machen“, sagt Schumann. „Wir haben dazu bereits ein „7-Punkte Programm zur Erhöhung der Vollzeitquote“ vorgestellt, das wir der Bundesregierung gerne erneut zukommen lassen“, so die Gewerkschafterin. Als weiteren Punkt nennt Schumann einen Rechtsanspruch auf eine Vollzeitstelle. „Wir fordern, dass Teilzeitbeschäftigte im Unternehmen ein Vorrecht auf eine Vollzeitstelle bekommen, wenn diese im Unternehmen neu geschaffen bzw. frei wird“, betont Schumann. Angesichts der anhaltenden Inflation wäre es auch ein wichtiger und nachhaltiger Beitrag gegen die Teuerung, wenn man es Frauen jetzt rasch ermöglicht, ihre Arbeitszeit zu erhöhen. „Dazu braucht es aber die richtigen Rahmenbedingungen und den politischen Willen“, so Schumann abschließend.
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