Volkshilfe zu Inflationspaket der Regierung: Zu zaghaft und zu wenig konkret
Die Inflationsrate in Österreich liegt mit 9,8% deutlich über dem EU-Schnitt. Wirtschaftsforscher wie Gabriel Felbermayr fordern mittlerweile vehement Maßnahmen gegen die hohe Inflation. Die Sozialorgansiationen wie die Volkshilfe berichten laufend von der gestiegenen Anzahl an Unter- stützungsansuchen und der Verzweiflung der Betroffenen, die sich ihr Leben nicht mehr leisten können. „Leider sind die heute von der Regierung präsentierten Maßnahmen nicht geeignet, eine ernsthafte inflationsdämpfende Wirkung zu entfalten“, so der Direktor der Volkshilfe Österreich Erich Fenninger in einer ersten Stellungnahme.
Leider hat es die Regierung bisher verabsäumt, einen Mietpreisdeckel einzuführen. Für viele Betroffene ist das die größte Angst – ihre Wohnung zu verlieren. Die jetzt angekündigten Maßnahmen gegen die hohen Lebensmittelpreise erscheinen auch sehr zahnlos. Längst sind nicht nur Menschen in der Erwerbslosigkeit, Sozialhilfebezieher*innen, Mindestpensionist*innen, Mindestsicherungsbezieher*innen die alleinigen Betroffenen, die Mittelschicht rutscht zunehmend mehr in die Armut ab. Zur Volkshilfe kommen Menschen in die Sozialmärkte, bitten um finanzielle Unterstützung, die vorher gespendet haben.
„Es ist positiv, die Energieversorger stärker unter Druck zu setzen, die gesunkenen Preise auch weiterzugeben. Auch die Übergewinnsteuer gehört deutlich erhöht. Aber wir brauchen dringend echte inflationsdämpfende Maßnahmen, eine Mietpreisbremse, rasche Reform der Sozialhilfe auf ein armutsfestes Niveau, eine Erhöhung des Arbeitslosengeldes und eine Kindergrundsicherung“, so Fenninger abschließend.
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