Eder und Eder-Gitschthaler: Mehr Aufmerksamkeit für Frauen in Sport und Kultur | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

Eder und Eder-Gitschthaler: Mehr Aufmerksamkeit für Frauen in Sport und Kultur

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Zu Beginn der heutigen Sitzung des Bundesrates wurden die neuen Bundesratsmandatarinnen und -mandatare aus Niederösterreich und Kärnten angelobt. Für die ÖVP sind dies sechs neue Mandatarinnen und Mandatare: Sandra Böhmwalder, Margit Göll, Viktoria Hutter, Matthias Zauner und Marlene Zeidler-Beck aus Niederösterreich und Sandra Lassnig aus Kärnten. ÖVP-Fraktionsobmann Dr. Karlheinz Kornhäusl gratulierte den neuen Kolleginnen und Kollegen nochmals herzlich.

"Das Thema der heutigen aktuellen Stunde ist auch die Frauenförderung im Sport. Dieses Thema hat auch mit dem Monatszyklus von Frauen zu tun", sagte die Vorarlberger ÖVP-Bundesrätin und ehemalige Spitzensportlerin Heike Eder. "Da der Monatszyklus einer Frau erheblichen Einfluss auf Training und Wettkampf ausübt, hat das Olympiazentrum Vorarlberg ein Projekt namens FEMALE ATHLETE konzipiert und umgesetzt. Dies ist das erste Projekt in Österreich, das die Frau im Leistungssport nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen beleuchtet. Da werden physiologische Schwerpunkte wie Zyklusphasen geschult oder ernährungswissenschaftliche Besonderheiten während dieser. Auch das Thema Kommunikation bildet einen Schwerpunkt – z.B. die Frage, wie kommuniziere ich mit meinem Trainer über frauenspezifische Themen", führte Eder aus. "Wir wollen dieses Programm auf den ganzen Spitzensport in Österreich ausrollen."

Neben dem Spitzensport brauche es aber auch Funktionärinnen, Managerinnen und Trainerinnen, die sich nachhaltig im Sport engagieren. In diesem Zusammenhang wurde das Gender-Traineeprogramm ins Leben gerufen. Mit einer vierjährigen Ausbildung können sich junge Trainertalente in der österreichischen Sportlandschaft positionieren. "Denn mit all diesen Maßnahmen geht es darum, Österreichs Sportlandschaft weiter zu verbessern."

"Es bedarf noch vieler Arbeit und Förderung im Kunstbereich, um Frauen sichtbar zu machen und gleichzustellen", sagte die Salzburger ÖVP-Bundesrätin Dr. Andrea Eder-Gitschthaler in der Aktuellen Stunde. "Diese Regierung hat gerade in der Pandemiezeit sehr viel für die Künstlerinnen und Künstler gemacht und damit natürlich auch die Frauen gefördert", erinnerte Eder-Gitschthaler an die SVS-Überbrückungsfinanzierung mit 175 Millionen Euro, den Covid-19-Fonds des Künstler-Sozialversicherungsfonds mit 50 Millionen Euro, der NPO-Fonds mit 125 Millionen und alle anderen Maßnahmen, wie Kurzarbeit, Härtefallfonds, Ausfallsbonus und Verlustersatz.

Die Kulturstadt Salzburg biete viel Kunst und Kultur. Um darunter auch Frauen repräsentiert zu sehen, müsse man schon genauer hinschauen, meinte Eder-Gitschthaler. So sei in den Konzertsälen das OEuvre von Komponistinnen bis heute weltweit nahezu nicht existent. Dabei gebe es eine Fülle wertvoller Orchesterstücke europäischer und amerikanischer Tonschöpferinnen, die von der patriarchalischen Gesellschaftsstruktur ihrer Zeit daran gehindert wurden, ihre Orchesterwerke zu publizieren oder öffentlich aufzuführen. Mit der Gründung eines jungen professionellen Frauenorchesters 2019 in Salzburg, das ausschließlich Werke von Komponistinnen aufführt, werde eine Lücke geschlossen. "Frauen spielen Frauen ist etwas Außergewöhnliches", so die Bundesrätin abschießend.

Neurauter: Abfederung gestiegener Wohnkosten ist sozial treffsicher

"Wir wollen Gerechtigkeit und alle unterstützen, die eine Unterstützung brauchen. Die Bundesregierung stellt daher den Bundesländern zusätzlich zu dem bereits zur Verfügung gestellten Wohn- und Heizkostenzuschuss in Höhe von 450 Millionen Euro weitere 225 Millionen Euro zur Abfederung gestiegener Wohnkosten zur Verfügung. Damit werden Mehrkosten durch die Teuerung berücksichtigt. Darüber hinaus sollen besondere Härtefälle im Wohnbereich weiter unterstützt werden. Der bereits bestehende Wohnschirm zum Schutz vor Delogierungen wird daher um zusätzliche 25 Millionen Euro aufgestockt", erläuterte die Tiroler ÖVP-Bundesrätin Klara Neurauter.

"Gemeinsam findet man immer Kompromisse", betonte Neurauter und wies darauf hin, dass die Regierung bereits ein ganzes Bündel an Entlastungen gegen die Teuerungen beschlossen habe. "Mit vielen Maßnahmen wurde und wird geholfen, um der Inflation entgegenzutreten. Bei all dieser Hilfe geht es um Steuergeld, daher ist die soziale Treffsicherheit notwendig. Das ist uns mit dem vorliegenden Beschluss gelungen." (Schluss)

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