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ÖGB-Reischl: „Miet-Preis-Spirale stoppen, sozialen Wohnbau stärken!”

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„Während bei den Immobilienfirmen die Mieteinnahmen sprudeln, verlieren die MieterInnen in Anbetracht der erneut ins Haus stehenden Mieterhöhungen die Hoffnung”, sagt Ingrid Reischl, Leitende Sekretärin des ÖGB. „Während die Wirtschaft zwischen 2008 und 2020 um knapp 30 Prozent gewachsen ist, haben sich die Mieteinnahmen verdoppelt. Dieser Miet-Preis-Spirale müssen wir einen Riegel vorschieben!”, fordert Reischl. Der ÖGB fordert deswegen einen Mietstopp und eine Mietobergrenze für Häuser, die älter als 30 Jahre sind.  

Mit April stehen Österreichs MieterInnen erneut Erhöhungen bei den Richtwertmieten ins Haus. Die Kategoriemieten wurden wegen der Inflationsindexierung im Vorjahr sogar dreimal erhöht. Eine mehrfache Erhöhung war auch bei den Verträgen mit freier Mietzinsvereinbarung beobachtbar.    

Sozialen Wohnbau stärken  

„Die massiv steigenden Kosten für Mietwohnungen haben dazu geführt, dass für immer mehr Haushalte der private Mietwohnungsmarkt nicht mehr leistbar ist. Sie sind auf den sozialen Wohnbau angewiesen. Dieser steht allerdings wegen der massiven Bodenspekulationen unter enormem Druck. Für gemeinnützige Bauträger stehen kaum noch Grundstücke für leistbaren Wohnraum zur Verfügung”, erklärt ÖGB-Wohnexpertin Angela Pfister. „Gebaut wird deshalb vermehrt von privaten Bauträgern. Das wiederum bedeutet: steigende Mieten, kleinere Wohnungsgrößen und immer mehr Wohnungen als Vorsorge- und Anlageobjekte”, führt Pfister weiter aus. 

Dabei zeigt ein Blick auf die Auswirkungen der letzten Krise, wie wichtig sozialer Wohnbau ist. „Im privaten Segment waren die Steigerungen der Bruttomieten zwischen 2008 und 2021 mehr als doppelt so hoch wie die allgemeine Teuerung und auch deutlich über den Zuwächsen bei den verfügbaren Haushaltseinkommen”, so Pfister. Im sozialen Wohnbau seien die Mieten im gleichen Zeitraum weitaus geringer gestiegen (37 Prozent bei Genossenschafts- bzw. 32 Prozent bei Gemeindewohnungen bei einer Inflation von 26 Prozent).  

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