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Bundesjugendvertretung warnt: Psychische Belastung junger Menschen wird steigen

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Zum Mental Health Day am 10. Oktober zieht die Bundesjugendvertretung (BJV) Bilanz zur ihrer Kampagne „Die Krise im Kopf“ und macht darauf aufmerksam, dass viele junge Menschen mit psychischen Problemen noch immer nicht die Hilfe bekommen, die sie brauchen. „Mit der vor einem Jahr initiierten Kampagne ,Die Krise im Kopf‘ konnten wir in der Politik aufzeigen, wie es um die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen steht. Auf die alarmierende Situation hat die Politik aber noch immer nicht ausreichend reagiert“, kritisiert BJV-Vorsitzende Fiona Herzog.

Derzeit leidet bereits jeder dritte junge Mensch in Österreich an psychischen Belastungen. Krieg, Teuerung und die Angst vor Armut schlagen sich aber zusätzlich auf die Psyche von Kindern und Jugendlichen nieder, warnt Herzog: „Die Sorge um steigende Energie- und Lebensmittelkosten geht auch an jungen Menschen nicht spurlos vorbei. Zahlreiche Krisen bestimmen gerade ihren Alltag und wenn hier nicht mit langfristigen Lösungen gegengesteuert wird, dann wird riskiert, dass sich die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen weiter massiv verschlechtert.“

Deshalb fordert die BJV bundesweit ausreichende Kapazitäten für Psychotherapie sowie für Kinder- und Jugendpsychiatrie, die von den Kassen übernommen werden. „Um den akuten Handlungsbedarf aufzuzeigen, haben wir im Zuge der Kampagne eine 10-Punkte-Charta mit Forderungen für die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen erarbeitet. Eine flächendeckende kassenfinanzierte Versorgung für junge Menschen mit psychischen Problemen sowie der Ausbau der psychosozialen Unterstützung an Schulen sind dabei Forderungen, deren Umsetzung schon längst überfällig ist“, zieht die BJV-Vorsitzende Bilanz.

Niederschwellige Versorgung ausbauen

Bis die Regierung weitere langfristige Schritte zur Verbesserung der psychischen Gesundheit von jungen Menschen setzt, macht sich die BJV für die Weiterführung des Projekts „Gesund aus der Krise“ stark. „Das Projekt der Regierung deckt ungefähr 10 Prozent des Bedarfs an Therapieplätzen ab. Das ist eine Akuthilfe, auf die Kinder und Jugendliche gerade jetzt nicht verzichten können“, sagt BJV-Vorsitzender Julian Christian.

Bisher wurden 12,2 Millionen Euro in das Projekt investiert. Einen Ausbau der Mittel würde die BJV begrüßen. „Das Angebot bezieht unterschiedliche Stellen im Jugendbereich ein und ist für Jugendliche eine rasche und unkomplizierte Unterstützung. Eine Aufstockung der Mittel würde zeigen, dass die psychischen Belastungen von jungen Menschen weiterhin nicht nur wahr- sondern auch ernstgenommen werden“, betont Christian.

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