Wiener Konferenz gegen Menschenhandel „No Future for Trafficking“
Unter dem Titel „No Future for Trafficking“ hat sich die Wiener Konferenz gegen Menschenhandel dieses Jahr zum Ziel genommen, zu untersuchen, wie sich der Menschenhandel vor dem Hintergrund der COVID-Pandemie, der Digitalisierung und der finanziellen Aspekte entwickeln wird, und welche Ansätze sich für die Bekämpfung ableiten lassen. Sinn der öffentlichen und kostenfreien Veranstaltung ist es, von der Reaktion zur Aktion zu gelangen. Die Konferenz wird jährlich anlässlich des EU-Tages zur Bekämpfung des Menschenhandels abgehalten.
Auch heuer wird die Konferenz im Hybridformat, physisch in der Diplomatischen Akademie in Wien wie auch virtuell stattfinden, um möglichst vielen Expertinnen und Experten die Teilnahme zu ermöglichen. In der Podiumsdiskussion und den fünf Workshops zu thematischen Schwerpunkten soll diskutiert werden, wie man bei der Bekämpfung des Menschenhandels den Täterinnen und Tätern einen Schritt voraus sein kann.
Die Veranstaltung wird von der Task Force Menschenhandel organisiert, die unter dem Vorsitz des Bundesministeriums für europäische und internationale Angelegenheiten im Jahr 2004 eingerichtet wurde. In diesem Gremium arbeiten Vertreterinnen und Vertreter von Bundes- und Landesbehörden, die Polizei und Opferschutzeinrichtungen aus der Zivilgesellschaft zusammen, um Menschenhandel zu bekämpfen. Weitere Partner bei der Organisation der Konferenz sind VIDC, IOM, die OSZE sowie das Fürstentum Liechtenstein.
Themen der Konferenz
Am Nachmittag der Konferenz finden parallel fünf Workshops in der Diplomatischen Akademie statt, auch dort ist die virtuelle Teilnahme möglich.
- Strukturelle Vulnerabilitäten in Migrations- und Asylprozessen (Englisch): Der Workshop soll strukturellen Schutzlücken für Migrantinnen und Migranten sowie Geflüchteten in einem globalen und europäischen Kontext, mit Blick auf die EU und Österreich, erörtern.
- Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten als Prävention von Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung? (Englisch): In diesem Workshop wird gemeinsam mit internationalen Expertinnen und Experten erörtert, wie Geflüchtete bei der Arbeitsmarktintegration unterstützt werden können und welchen Beitrag Staat und Privatwirtschaft dazu leisten können.
- Neue Ausbeutungsformen – Die Bedeutung strafbarer Handlungen durch Identitätsmissbrauch und Betrug (Deutsch): Der Workshop behandelt die Themen Identitätsmissbrauch und Betrug und wird unter Berücksichtigung der Fragen „Wie erfolgt die tatsächliche Ausführung?“ und „Wer sind die potenziellen Opfer und wie kann man neue Formen der Ausbeutung im Zeitalter der Digitalisierung unterbinden?“ durchgeführt.
- Sichere Unterkunft für Betroffene des Kinderhandels? Erkenntnisse aus Beispielen guter Praxis für Kinder (Englisch): Gegenstand dieses Workshops soll sein, internationale Erfahrungsberichte zu bereits bestehenden Modellen zu Unterkünften für betroffene Kinder und zu relevanten Kinderschutzsystemen zu sammeln und bewährte Praktiken für ein effektives Modell in Österreich (und darüber hinaus) zu finden.
- Das Geschäft mit Kriegsvertriebenen aus der Ukraine (Deutsch): Im diesem Workshop wird das Thema Menschenhandel mit Fokus auf die Ukraine aus einem polizeilichen Blickwinkel erörtert und betrachtet. Dieser Workshop wird vom Bundeskriminalamt, Abteilung Schlepperei, Menschenhandel und Sonderermittlungen durchgeführt.
Teilnahme
Interessierte werden gebeten, sich bis spätestens 10. Oktober 2022 online anzumelden (https://eventmaker.at/bundesministerium_fuer_europaeische_und_internationale_angelegenheiten/no_future_for_trafficking/). Die Teilnehmerzahl beschränkt sich auf 150 Personen in der Diplomatischen Akademie. 500 weitere Gäste können virtuell per Livestream interaktiv teilnehmen. Die Zusendung der Zugangslinks für den virtuellen Beitritt zur Plenarveranstaltung und dem gewählten Workshop erfolgt wenige Tage vor der Veranstaltung.
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