Grüne Wien/Kraus: Extreme Hitze ist ein Weckruf für den Klimaschutz
Wien (OTS) – „Wir haben in den letzten Tagen mehrere Messungen mit einer Wärmebildkamera an vielen verschiedenen Orten der Stadt durchgeführt. Die Ergebnisse sind erschreckend: Auf bis zu 59 Grad Celsius heizte sich der Asphalt an einer Straßenbahnhaltestelle in der Märzstraße auf, 60 Grad in der Schottengasse und fast 62 Grad auf der Hütteldorfer Straße“, so Peter Kraus, Parteivorsitzender der Grünen Wien.
Kraus weiter: „Die Hitze in der Stadt ist eine enorme Belastung für die Gesundheit der Wienerinnen und Wiener. Auch für gesunde, junge Menschen wird es immer mehr zu einer Herausforderung, sich in der Stadt im Sommer zu bewegen. Wir können so nicht weitermachen, sonst wird bald ein großer Teil der Bevölkerung in den Sommermonaten vom Stadtleben völlig ausgeschlossen sein.“
Wien verfügt leider noch über sehr viele großflächige Betonwüsten, auf denen die Sommerhitze besonders unerträglich wird. Die Stadtregierung hat zwar einen Hitzeaktionsplan präsentiert, die Umsetzung einiger Maßnahmen lässt aber nach wie vor auf sich warten. Unter anderem wurde angekündigt, „Cooling Zones“ für vulnerable Gruppen einzurichten. Doch diese öffentlichen Schutzorte vor der Hitze soll es laut Medienberichten nun doch erst nächstes Jahr geben.
„Wir können nicht mehr warten. Die Überhitzung der Städte ist ein ernstes Problem, allein in Spanien hat die Hitze innerhalb einer Woche mindestens 360 Menschen das Leben gekostet. Wien braucht jetzt umgehend Maßnahmen für die Abkühlung der Stadt“, fordert Kraus.
Dazu zählen:
· Wiener Baumstandard: bei jedem Straßenumbau und jeder Straßensanierung werden automatisch neue Bäume gepflanzt
· Coole Straßen in besonders von der Hitze betroffenen Grätzln
· ausreichende Bewässerung und Pflege von Jungbäumen
· Schattenbankerl und Schattenzonen in der ganzen Stadt
· Mehr beschattete Haltestellen bei den Wiener Linien
· Beschattete Wartebereiche vor den Eingängen der Wiener Bäder
· Statt jedem fünften Parkplatz soll ein Baum gepflanzt werden
Kraus abschließend: „Die Hitze, die wir jetzt erleben, ist die direkte Auswirkung der Klimakrise. Neben den Sofortmaßnahmen müssen wir das Problem aber auch an der Wurzel bekämpfen und langfristig für Abkühlung in der Stadt sorgen – und die Ursachen der Klimakrise bekämpfen. Klimafeindliche Projekte wie der Lobautunnel halten Wien im Betonzeitalter gefangen, während wir alle unsere Ressourcen und unserer Kraft dafür benötigen werden, Wien endlich klimafit zu machen.“
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