Spanische Hofreitschule: Aufsichtsratschef Marihart stellt sein Amt zur Verfügung
Wien (OTS) – Mit absurden Anwürfen und verzerrten Darstellungen durch ehemalige Mitarbeiter der Spanischen Hofreitschule hatte sich Anfang November Johann Marihart als Aufsichtsratspräsident der Spanischen Hofreitschule konfrontiert gesehen. Gegenstand der wilden Spekulationen war der Erwerb eines vierjährigen Lipizzaner-Hengstes durch Mariharts Tochter im Mai 2013. Ein durchaus üblicher Vorgang:
Rund 20 Pferde, denen kein Entwicklungspotenzial zugeschrieben wird, werden jährlich nach einem klaren Prozedere zu festgelegten Konditionen verkauft. Diese Verkäufe werden von der Geschäftsführung der Spanischen Hofreitschule, ohne Einbindung des Aufsichtsrats, abgewickelt. So auch im Fall von Frau Marihart.
Doch angeheizt durch einen im Unfrieden aus der Hofreitschule ausgeschiedenen Oberbereiter, der wiederholt öffentlich wilde Attacken gegen die Spanische Hofreitschule geritten hatte und nun auch noch eine Sachverhaltsdarstellung einbrachte, wurde dieser Pferdekauf skandalisiert. Marihart selbst bezog umgehend öffentlich Stellung und stellte Informationen zur Verfügung. Über Auftrag der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats – aus Gründen der Transparenz und Unbefangenheit vertreten durch Mariharts Stellvertreter, Ulrich Herzog – wurden zudem externe Prüfer mit der Aufarbeitung beauftragt:
die renommierte Anwaltskanzlei Dorda für die juristischen Aspekte, der Wirtschaftsprüfer Artus für die finanziellen Themen. Deren Ergebnisse liegen nun vor und sagen unmissverständlich, dass es zu keinen Verstößen kam und „drittüblich“ gehandelt wurde, empfehlen aber eine Adaptierung der bestehenden Regularien.
Unter Mariharts zwölfjährigem Aufsichtsratsvorsitz hatten Elisabeth Gürtler und ihr Co-Geschäftsführer Erwin Klissenbauer in der Hofreitschule wichtige Weichenstellungen zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit und Absicherung der Finanzierung der Hofreitschule gesetzt. So wurden etwa die Vorstellungen zur besseren Auslastung verdoppelt, zusätzliche Einnahmequellen geschaffen und manch teure Altlasten bereinigt. „Ich hoffe sehr, dass die Spanische Hofreitschule nach der Pandemie wieder auf diesen Erfolgspfad zurückkehren kann“, so der scheidende Aufsichtsratspräsident.
Als langjähriger Generaldirektor des Nahrungsmittelkonzerns Agrana ist Marihart harte Bandagen durchaus gewöhnt: „Hier wurde aber ganz klar eine Grenze überschritten.“
Johann Marihart hat dem Landwirtschaftsministerium als Eigentümervertreterin seine Entscheidung bereits mitgeteilt. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft will er im Interesse der Wahrheitsfindung nach Kräften unterstützen.
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