AK Anderl zur Schulsituation: LehrerInnen und Eltern nicht alleine lassen! | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

AK Anderl zur Schulsituation: LehrerInnen und Eltern nicht alleine lassen!

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Wien (OTS) – „Die heutigen Pressekonferenzen haben bei LehrerInnen, Eltern und SchülerInnen für mehr Verwirrung als Klarheit gesorgt“, zeigt sich AK Präsidentin Renate Anderl besorgt. Eltern werden aufgerufen, ihre Kinder möglichst nicht in die Schule zu bringen – auch wenn die Schulen nicht geschlossen sind. Das stellt viele vor große Herausforderungen, die Last der Pandemie wird wieder einmal auf den Schultern der Eltern abgeladen. Für Anderl ist wichtig: Sowohl die Kinder, die in die Schule geschickt werden (etwa, weil ihre Eltern SystemerhalterInnen sind) als auch jene, die zu Hause bleiben, müssen unterrichtet werden, und nicht nur betreut.

„Die letzten Lockdowns haben sehr deutlich gezeigt, dass sich Bildungslücken verschärfen“, weist Anderl auf die unterschiedlichen Voraussetzungen der Eltern für Homeschooling hin. Für einen guten Schulerfolg ist entscheidend, ob Eltern über ausreichend Zeit, Bildung und Geld verfügen. Das ist mittlerweile – etwa durch die Sonderbefragungen im Rahmen der AK Schulkostenstudie – hinreichend belegt. SchülerInnen, ihre Eltern und auch LehrerInnen brauchen jetzt volle Unterstützung, damit kein Kind zurückgelassen wird und Bildungsrückstände schnellstmöglich aufgeholt werden können. Nach dem neuerlichen Lockdown braucht es zusätzliche Ressourcen, damit Schulen intensiv arbeiten und Lernerfolge für jedes Kind ermöglichen können. „Der Bildungsminister ist aufgefordert, endlich zu handeln!“ sagt Anderl und verweist darauf, dass etwa Deutschland oder die Niederlande bereits milliardenschwere Programme zur Schließung von coronabedingten Bildungslücken aufgelegt haben.

Auch die Schulen brauchen dringend Unterstützung, nicht zuletzt bei der administrativen Abwicklung der Corona-Testungen. Damit Lehrkräfte und Schulleitungen sich um die zentrale Bildungsarbeit kümmern können, müssen sie von der Administration der COVID-Maßnahmen weitgehend entlastet werden. Anderl fordert daher eine zusätzliche Vollzeitstelle pro Schulstandort für die Administration während der COVID-Maßnahmen.

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