Budget – Heinisch-Hosek: „Corona-Hilfsmaßnahmen laufen aus – Unsicherheit für Kultur hält auch im 3. Corona-Jahr an“
Wien (OTS/SK) – Unverständlich ist für SPÖ-Kultursprecherin Gabriele Heinisch-Hosek, dass auch im kommenden 3. Jahr der Corona-Pandemie die Kultureinrichtungen und die Künstler*innen völlig im Unsicheren gelassen werden, wie es mit Corona-Unterstützung weitergeht. „Es ist zwar erfreulich, dass die 60 Mio. Euro aus dem Covid-Krisenbewältigungsfonds ins reguläre Kultur-Budget übernommen werden, aber es fehlt die Finanzierung künftiger Corona-Hilfsmaßnahmen“, so Heinisch-Hosek. „Ob und in welcher Höhe der Finanzminister neues Geld aus der Budgetüberschreitung für die Kultur freigibt, ist ja völlig unsicher. Die Gefahr ist groß, dass ein Teil der Kultur-Budgeterhöhung dann von Corona-Hilfen wieder ‚aufgefressen‘ wird“, warnt die SPÖ-Kultursprecherin. ****
Angesichts der Corona-Entwicklung sei es auch überhaupt nicht nachvollziehbar, warum alle Hilfsmaßnahmen auslaufen. So ist die Möglichkeit für Anträge beim Fonds für eine Überbrückungsfinanzierung für selbständige Künstler*innen mit 31.10.2021 ausgelaufen, beim Covid-19-Fonds beim Künstler-Sozialversicherungsfonds sind Anträge bis 31.12.2021 möglich, der NPO-Unterstützungsfonds ist ebenso ausgelaufen wie der Härtefallfonds. Budget ist im Haushalt 2022 für keinen dieser Fonds vorgesehen.
„Selbst wenn es 2022 wieder Unterstützung gibt, ist es für die Kultureinrichtungen und die Künstler*innen nicht möglich zu planen. Wir kommen ins 3. Corona-Jahr und die Regierung ist noch immer bzw. schon wieder im Blindflug unterwegs“, so ihre Kritik. Dass es für Kunst und Kultur noch länger keine Normalität geben wird, sollte klar sein. „Schon im Frühherbst, als die Corona-Zahlen noch besser waren, war die Auslastung in vielen Häusern nicht sehr gut. Die neuen Höchstwerte an Infektionen werden die Zuschauer*innenzahlen nicht heben“, befürchtet sie.
Kritisch sieht Heinisch-Hosek auch die Verteilungswirkung im Kulturbudget. „So wichtig Infrastrukturmaßnahmen sind – dass 40 Mio. Euro von den 60 Mio. Euro Budgeterhöhung in die großen Häuser, aber nur 10 Mio. in die Förderung selbständiger Künstler*innen fließen, ist nicht zufriedenstellend. Auch eine Umstellung auf ‚Fair Pay‘ bei der Fördervergabe – wie von den Künstlerinnen und Künstlern gefordert – wird damit nicht möglich sein.“ (Schluss) ah/up
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