EU will Bargeldzahlungen limitieren
Wien (OTS) – Die Europäische Union will laut Berichten in Tageszeitungen nun doch Bargeldzahlungen limitieren und einen Transfer über 10.000 Euro verbieten. Angeblich, um gegen Geldwäsche und Terrorfinanzierung besser vorgehen zu können. „Die Folgen dieser geplanten Maßnahme werden aber alle Bürger zu spüren bekommen“, warnt Fritz Pöltl, Vorsitzender der FCG-ÖAAB-Faktion der AK-Wien. Man würde nämlich nicht nur die beliebteste Zahlungsmethode der Österreicher einschränken sondern der Bürgern auch hohe Mehrkosten aufbürden! Derzeit würden nur rund 20 Prozent aller Transaktionen in Österreich bargeldlos erledigt, in skandinavischen Ländern liege der Anteil bei über 90 Prozent.
Ablehnung
Die EU-Kommission plant ein Bargeldlimit von 10.000 Euro bis 2023 einzuführen. Ein solches Limit gilt bereits in einigen EU-Staaten, nicht aber etwa in Deutschland oder Österreich. Finanzminister Gernot Blümel hat erst Mitte Mai den Vorschlag abgelehnt und kundgetan, dass Österreich keine schleichende Abschaffung des Bargeldes akzeptieren werde.
Abschaffung nach Limit ?
Fritz Pöltl: „Das10.000 Euro-Limit ist nur eine Vorstufe zur Abschaffung des Bargeldes. Das organisierte Verbrechen werde diese Beschränkung wenig beeindrucken. Dort wird man mittels elektronische Manipulationen Auswege suchen und auch finden.“ Beschnitten würde so aber das Recht auf Barzahlungen für alle Bürger. Fritz Pöltl: „Die Gewinner werden dann wieder die Banken sein, die bei jeder kleinen Zahlung eine oder mehrere Buchungszeilen in Rechnung stellen werden.“ Dass außerdem in Österreich aktuell ein sehr erfolgreiches Volksbegehren „Für uneingeschränkte Bargeldzahlung“ läuft, lässt Pöltl nicht unerwähnt.
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