SJ-Stich: „Minister Faßmann vergibt die große Chance, als Matura-Reformer in die Geschichtsbücher einzugehen.“
Wien (OTS) – „Die Ankündigung der Regierung, die Matura 2021 zu erleichtern, ist ein positives Signal für tausende SchülerInnen. Der große Wurf bleibt jedoch aus. Die Corona-Situation hätte eine Möglichkeit geboten, das Bildungssystem ins 21. Jahrhundert zu führen. Diese Chance lässt der Bildungsminister ungenutzt“, sagt Paul Stich, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend (SJ). Bereits zu Schulbeginn im September hatte die SJ gefordert, als Reaktion auf die Pandemie die Matura abzuschaffen und durch praxisorientierte Projektarbeiten zu ersetzen.
„Die Matura ist ein Relikt aus längst vergangenen Zeiten. Wer mindestens 12 Jahre lang alle Prüfungen bestanden hat, braucht am Ende keinen Entscheidungstag. Im Gegenteil: SchülerInnen sollen zeigen können, dass sie das Gelernte auch anwenden können. Wir schlagen vor, die Matura durch praxisorientierte Projektarbeiten zu ersetzen. Die Reifeprüfung wäre dann nicht mehr länger nur ein lästiger Abschlusstest, sondern kann Jugendlichen tatsächlich etwas fürs Leben mitgeben. Noch hat der Bildungsminister die Chance, Großes zu bewegen – Er sollte sie nutzen“, so Stich abschließend.
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