Arbeitsmarkt – Muchitsch: Regierung muss endlich Maßnahmen gegen Lehrstellenkrise setzen
Wien (OTS/SK) – „Es braucht keine Appelle an die Firmen, Lehrlinge einzustellen, sondern endlich Maßnahmen, um der Lehrlingskrise entgegenzutreten. Die SPÖ hat dazu ein Paket, die Regierung muss einfach nur Taten setzen und nicht Jugendliche zurücklassen“, so SPÖ-Sozialsprecher Josef Muchitsch heute zur Pressekonferenz der beiden Ministerinnen Aschbacher und Schramböck. Es sind um 71,1 Prozent mehr Jugendliche ohne Lehrstelle als im Vorjahr. „Das ist eine dramatische Situation, der Markt allein kann dieses Problem nicht lösen. Es braucht endlich staatliche Maßnahmen. Im Herbst wird es durch die schlechte wirtschaftliche Lage eine Lehrstellenkrise geben. Geschätzte bis zu 8.000 Lehrstellen werden fehlen. „Lehrberufe zu modernisieren und zu appellieren, ist zu wenig“, kritisiert Muchitsch. ****
„Wer in der Wirtschaft nicht unterkommt, soll in einer überbetrieblichen Lehrwerkstätte oder bei Gemeinde, Land oder Bund einen Lehrplatz bekommen. „Damit bekommt jeder Jugendliche, der will, eine Lehrstelle. Damit würden 5.000 zusätzliche Lehrstellen geschaffen werden“, so Muchitsch. Zusätzlich soll die unter Schwarz-Blau abgeschaffte Ausbildungsgarantie bis 25 Jahre wiedereingeführt und die unter Schwarz-Blau halbierte Lehrlingsentschädigung in Lehrwerkstätten ab dem 18. Lebensjahr wieder zurückgenommen werden. „Damit könnte man die dramatische Situation in den Griff bekommen, denn der Markt allein wird dieses Problem nicht lösen“, so Muchitsch.
Auch die Arbeitslosenzahlen sind noch immer auf einem historischen Höchststand. „Diesen Menschen hilft ein Almosen von einer Einmalzahlung wenig, es gehört schnellstens das Arbeitslosengeld erhöht, damit diese Menschen nicht in die Armut abrutschen. Wann starten endlich die Weiterbildungs- und Umschulungsmaßnahmen, um Menschen schneller wieder in Jobs zu bringen und ihnen eine neue Perspektive zu geben“, fordert der SPÖ-Sozialsprecher einmal mehr.
Zur Kurzarbeit hält Muchitsch fest: „Es sind noch immer 812.745 Menschen in Kurzarbeit und die Wirtschaftssituation wird im Herbst nicht besser werden. Deshalb braucht es endlich ein klares politisches Bekenntnis der Regierung zur Verlängerung der Kurzarbeit ab September. Die Sozialpartner sind längst verhandlungsbereit.“ (Schluss) bj/sl/mp
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