Berlakovich: Einzigartigkeit unseres gemeinsamen Europas ist kulturelle und sprachliche Vielfalt | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

Berlakovich: Einzigartigkeit unseres gemeinsamen Europas ist kulturelle und sprachliche Vielfalt

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Wien (OTS) – Die Volksgruppen sind ein wichtiger Teil der sprachlichen und kulturellen Identität Österreichs und der Europäischen Union. Die Regierung hat im Regierungsprogramm ein klares Bekenntnis zu den Volksgruppen abgegeben; diese brauchen unsere besondere Unterstützung. Die geplante zeitnahe Erhöhung der Volksgruppenförderung geht sich aufgrund der aktuellen Situation leider nicht aus, die Volksgruppenförderung bleibt aber nominell gleich. Das sagte heute, Donnerstag, ÖVP-Volksgruppensprecher Abg. DI Nikolaus Berlakovich anlässlich der Budgetdebatte im Parlament. Der Mandatar unterstrich auch die Wichtigkeit der Absicherung der Publikationsorgane der österreichischen Volksgruppen, wie zum Beispiel das Organ der burgenländischen Kroaten „Hrvatske novine“ oder jenes der Kärntner Slowenen „Novice“. Es seien dies bedeutende Blätter, die die Bevölkerung informieren; damit werde die Sprache gelebt und auch am Leben erhalten. Von zentraler Bedeutung sei auch der Sendeplatz im ORF und die Verwendung der Sprache in den öffentlich-rechtlichen Medien.

„Kürzlich haben wir der Gründung der Zweiten Republik aus den Trümmern des Zweiten Weltkriegs vor 75 Jahren und der Unterfertigung des österreichischen Staatsvertrages vor 65 Jahren gedacht, der dieser neuen Republik und den Menschen hier in Österreich die Freiheit gebracht hat. Der Staatsvertrag war auch von großer Bedeutung für die österreichischen Volksgruppen. Erstmals wurden im Staatsvertrag die österreichischen Volksgruppen erwähnt und im Artikel 7 ihre Rechte festgeschrieben: das Recht auf Amtssprache, auf eine mehrsprachige Ausbildung und auf topografische Aufschriften. In diesen 65 Jahren ist für die Volksgruppen viel passiert: Das Volksgruppengesetz wurde beschlossen, die Volksgruppenbeiräte wurden gegründet, es wurde eine finanzielle Unterstützung für die Volksgruppen geschaffen, und zweisprachige topografische Aufschriften wurden im Burgenland und in Kärnten eingeführt. Obwohl vieles erreicht wurde, brauchen die österreichischen Volksgruppen dringend Unterstützung“, erläuterte Berlakovich.

Die Europäische Kommission hat vor einiger Zeit eine Studie zu den Volksgruppen in Auftrag gegeben, deren Ergebnis bedrückend sei: 80 Prozent der europäischen Volksgruppen seien in ihrer Existenz gefährdet. „Das ist sehr bedauerlich, weil die Einzigartigkeit unseres gemeinsamen Europas die kulturelle und die sprachliche Vielfalt ist. Das gilt nicht nur für große Sprachgruppen und Kulturgruppen, sondern auch für viele kleine. Diese Vielfalt macht die Einzigartigkeit Europas und auch Österreichs aus.“

Österreich habe in der Staatszielbestimmung festgeschrieben, dass sich die Republik zu ihrer gewachsenen sprachlichen und kulturellen Vielfalt bekennt, ihr unterstützend gegenübersteht und diese auch fördert. „Daher ist wichtig, dass wir hier aktiv sind“, dankte der Volksgruppensprecher der zuständigen Bundesministerin Susanne Raab, die mit den Volksgruppenvertreterinnen und -vertretern bereits Gespräche geführt habe. „Wichtig ist der permanente Dialog, und – auch in unserem eigenen Interesse –, dass wir hier gemeinsam unsere österreichischen Volksgruppen unterstützen“, schloss Berlakovich. (Schluss)

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