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Rotes Kreuz: Auslandshilfe weiter stärken

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Wien (OTS) – Das neue Budget der Regierung sieht mehr Geld für Entwicklungszusammenarbeit vor. So wird der Auslandskatastrophenfonds von 15 auf 25 Mio. Euro erhöht. Auch die österreichische Entwicklungsagentur ADA bekommt mehr Geld für direkte Projekthilfe. „Das ist ein guter, wichtiger Schritt“, sagt Rotkreuz-Generalsekretär Michael Opriesnig. „Die großen Probleme der Zeit, wie die Bekämpfung der Corona-Epidemie und des Klimawandels, können nur alle Staaten der Welt gemeinsam lösen. Die ärmsten Länder brauchen dabei besondere Unterstützung.“

Corona weltweit besiegen oder gar nicht

Langfristig gelte es nun, die zugesagten Mittel abzusichern und weiter zu erhöhen, sagt Opriesnig. „Das liegt auch im eigenen Interesse Österreichs, weil es die Stabilität vulnerabler Staaten und Regionen erhöht.“ Besonders die Abfederung der Corona-Epidemie werde die Welt noch lange beschäftigen. Nur wenn die Staatengemeinschaft solidarisch zusammenhalte, könne man das Virus auch wirklich besiegen.

Alleine in Afrika geht die UNO von bis zu 22,5 Mio. Infizierten und bis zu 3,3 Mio. Toten aus. Schätzungen zufolge könnte sich die Zahl der weltweit in extremer Armut lebenden Menschen auf über eine Milliarde Menschen 2021 erhöhen. „Vielen Ländern fehlen einfach Finanzmittel und Strukturen, um die humanitären, wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Pandemie abzufedern“, sagt Opriesnig. „Millionen von Menschen werden ihr Einkommen verlieren. Ganze Staaten könnten in die Pleite schlittern. Deshalb sollte auch Österreich helfen gegenzusteuern und zusätzlich einen Corona-Rettungspaket für Länder des globalen Südens einrichten.“

Neue Strategie mit Katastrophenvorsorge

Das Rote Kreuz begrüßt die Initiative von Außenminister Alexander Schallenberg, bis Jahresende eine neue Strategie für die humanitäre Hilfe auszuarbeiten, die weiterhin Schwerpunktländer in Afrika oder im Nahen Osten vorsieht und Armutsbekämpfung in den Fokus rückt. „Es wäre sinnvoll, Mittel des Auslandskatastrophenfonds auch für langanhaltende Krisen planbar einsetzen zu können und das Prinzip der Katastrophenvorsorge als effizienteste Hilfe auszubauen“, sagt Opriesnig. „Dazu gehört zum Beispiel auch der Schutz vor zukünftigen Pandemien. Ich denke, die meisten Menschen in Österreich wollen das.“

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(http://images.roteskreuz.at/?c=6218&k=79f6ca0e1a)

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