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Die voranschreitende Digitalisierung des Arbeitsmarktes

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Weltweit spüren sowohl Konsumenten als auch Produzenten die stetige Veränderung der Wirtschaft durch die Folgen der schnellen Digitalisierung. Auch in Österreich sieht man sowohl die positiven, als auch negativen Auswirkungen, die sich besonders in der Arbeitswelt bemerkbar machen. Während einige Österreicher nur kleinere Veränderungen befürchten, soll man jedoch vor allem in der Telekommunikationsbranche bereits große Unterschiede merken, so eine Umfrage. Doch in welche Richtung wird sich der Arbeitsmarkt in Zukunft wirklich weiterentwickeln und können österreichische Arbeitnehmer diesbezüglich unbesorgt sein?

Quelle: Pixabay

Unternehmen gehen online

Eine der wohl größten Veränderungen durch die Digitalisierung kann im Handel festgestellt werden. Aufgrund von großen Online Plattformen wie Amazon hat sich ein Großteil der Einkäufe von Einzelhandelsläden auf das Internet verlagert. Hier findet man alles mit wenigen Klicks und kann oftmals die besten Preise erhaschen. Für den Einzelhandel wird dies immer problematischer, denn besonders kleine Geschäfte können mit den Vorteilen der Online-Versandhäuser kaum konkurrieren. Auch Anbieter, die ihre Produkte über Amazon verkaufen, sind im Nachteil, denn ihre Produkte werden selbst bei hervorragenden Bewertungen immer erst unterhalb der Angebote von Amazon gelistet. Der Online-Handel bringt jedoch wiederum andere Vorteile mit sich. So bieten Plattformen wie Willhaben auch Kleinhändlern und Privatpersonen die Möglichkeit, ihre eigenen Produkte und Habseligkeiten über das Internet anzubieten. Hier findet man eine breite Auswahl an unterschiedlichen Gütern, angefangen von Second-Hand-Mode bis hin zum Gebrauchtwagen. Selbst einige Sektoren des Marktes profitieren von dem Online-Angebot. So hat beispielsweise der Boom von Online-Casinos den landbasierten Spielbanken nicht geschadet. Vielmehr scheinen sich die unterschiedlichen Online und Offline Spielarten perfekt zu ergänzen und diese Unterhaltungsform allgemein beliebter zu machen. Während Spieler im Internet vor allem von besonders guten Willkommensangeboten und günstigen Einsätzen profitieren – etablierte Casinos wie Betfair bieten hier zum Beispiel einen 300% Casino Bonus, bei dem die erste Einzahlung demnach sogar verdreifacht wird -, so bezaubern landbasierte Spielbanken vor allem aufgrund ihres außergewöhnlichen Ambientes. Auch andere Sektoren machen ähnliche Erfahrungen. So profitiert beispielsweise die Musikindustrie stark von der Digitalisierung. Dank der digitalen Alternativen zum Streamen wird jetzt wieder deutlich mehr Musik gekauft und davon profitiert die Industrie stark. Die Digitalisierung hat hier demnach in jeder Hinsicht eine gute Arbeit geleistet.

Quelle: Pixabay

Arbeitsplätze verändern sich

Dass viele Arbeitnehmer Sorgen vor den Folgen der Digitalisierung haben, ist kein Wunder. Oftmals hört man von Automatisierungen, Robotern und Künstlicher Intelligenz, die sowohl einfache als auch komplexe Arbeiten übernehmen sollen. Die meisten Österreicher sehen hier vor allem die Arbeit am Fließband gefährdet, aber auch verschiedene Tätigkeiten im Büro könnten bald nur noch in veränderter Form auftreten. Am wenigsten bedroht soll jedoch der Berufsstand des Arztes sein. Laut einem Artikel im Standard soll jeder 20. Österreicher Angst um seinen Job haben. Eine Umfrage unter HR-Verantwortlichen ergab, dass man sich unter Experten weitaus weniger Sorgen machte. 75 % der Befragten sahen keinen Verlust an Arbeitsplätzen in der Zukunft, stimmten jedoch zu, dass sich die Anforderungen an Mitarbeiter verändern könnten. Möglicherweise würden einfache Tätigkeiten von einer KI übernommen werden, die Kontrolle und Wartung fällt jedoch weiterhin in die Hände von Mitarbeitern. Rund 10 % sahen sogar eine Steigerung an Arbeitsplätzen vor, nur 14 % rechneten mit einem Verlust an Stellen. Dass sich die Anforderungen an Mitarbeiter verändern, kann bereits jetzt in vielen Branchen gesehen werden. Die Baubranche hat sich mittlerweile komplett digitalisiert, gezeichnete Pläne gibt es heute nicht mehr. Ähnliches gilt für die Telekommunikationsbranche, die sich heute fast vollständig auf das Internet verlässt. Hier werden mit Sicherheit noch viele weitere folgen. Aber nicht nur in der Arbeitswelt hat die Digitalisierung ihre Spuren hinterlassen. Auch in der Städteplanung von Wien soll sie nun starken Einfluss haben. So möchte man die Stadt digitalisieren. Dazu zählt die Tatsache, dass Behördenwege digital werden sollen, aber auch der Fakt, dass Daten zu Bewohnern gesammelt werden, um das Stadtbild für alle Bedürfnisse zu verbessern.

Die Digitalisierung ist eine unaufhaltsame Bewegung, die zahlreiche Vorteile, jedoch auch einige Sorgen mit sich bringt. Vor allem für Arbeitnehmer und Kleinunternehmer stellen sich viele Fragen für die Zukunft. Expertenmeinungen zeigen jedoch, dass sich der Arbeitsmarkt wohl nicht verkleinern, sondern lediglich verändern wird.

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