Faustregel der Verantwortung: Die christliche Soziallehre erklärt in 20 Minuten
Wien (OTS) – Was sagt die Christliche Soziallehre zu …? Personalität, Gemeinwohl, Solidarität, Subsidiarität, Nachhaltigkeit und die Option für die Armen sind die sechs Prinzipien der Soziallehre und sie werden in jeweils 3-minütigen Videos von der Direktorin der Katholischen Sozialakademie Österreichs (ksoe) Magdalena Holztrattner erklärt. Die Illustrationen stammen von Anna Egger. Magdalena Schauer vom Medienbüro steht für Produktion und Schnitt. [Playlist auf Youtube]
(https://web.ordensgemeinschaften.at/crm/track/click/5146/7992).
„Die christliche Soziallehre ist nicht Kochrezept, sondern wie ein Kompass. Ein Kompass gibt die Richtung vor, beschreibt aber nicht, welche Schritte uns zum Ziel führen. Er hilft uns beim Orientieren, wenn wir nicht weiterwissen, erfordert aber dennoch, unseren Weg selbst zu planen.“ Das sagt Magdalena Holztrattner, die die Katholische Sozialakademie Österreichs als „Think Tank“ der Kirche für soziale und gesellschaftspolitische Themen und den gesellschaftlichen Wandel leitet.
Sozialethisches Denken und Handeln ist für die ksoe leitend. Führung und Partizipation, soziale Gerechtigkeit und alternatives Wirtschaften sind die Themen, mit denen sich die Katholische Sozialakademie Österreichs beschäftigt. Sie will mit ihren Angeboten Menschen und Organisationen unterstützen, die den gesellschaftlichen Wandel aktiv mitgestalten. In vielfältigen Kooperationen – in diesem Fall mit den Ordensgemeinschaften Österreich – arbeitet die ksoe an einem guten Leben für alle. Holztrattner weiter: „Die Soziallehre der Kirche ist kein Kochrezept, das Punkt für Punkt und ohne Abweichungen vorgibt, wie das gute Zusammenleben aller gelingen kann. Man kann sie auch als Ethik der Gesellschaft bezeichnen, da sie darüber reflektiert, welche sozialen Strukturen eine Gesellschaft braucht, damit alle Menschen gut in ihr leben können.“
Faustregel der Verantwortung
Präsidentin Sr. Beatrix Mayrhofer von den Ordensgemeinschaften betont: „Im Intro-Film kommt die hilfreiche Sichtweise vor, dass die christliche Soziallehre mit ihren sechs Prinzipen so etwas wie die Faustregel der Verantwortung ist. Gerade auch wir Ordensleute wollen dieser Verantwortung in und für die Welt gerecht werden, indem wir uns in unserem Tun, mit unseren Werken und Einrichtungen auf diese sechs Prinzipien stellen. Heute werden von manchen die Grundlagen des Sozialstaates in Frage gestellt oder die allgemeine Gültigkeit der Menschenrechte. Es geht in allem um ein gutes Leben aller, ohne Ausgrenzung und Gewalt. Mögen diese Filme mithelfen, wacher zu werden für unsere gemeinsame Welt.“ Und Mayrhofer weiter: „Strukturen können gerecht, aber auch ungerecht sein. Die Sozialethik reflektiert deshalb auf die gegebene gesellschaftliche Praxis mit der Frage, ob das, was ist auch so sein soll.“
Soziale Strukturen sind Regelwerke, die das Zusammenleben vieler Menschen über lange Zeit beeinflussen (z.B. Menschenrechte, Wahlrecht für Männer und Frauen oder die Bestimmung von Trinkwasser als Allgemeingut).
Im Laufe der letzten 130 Jahre kirchlicher Sozialverkündigung haben sich diese sechs Prinzipien herauskristallisiert, die als verlässliche Bezugspunkte der sozialethischen Reflexion dienen.
Hier geht es direkt zu den Videos
Die Videos sind direkt über diese Playlist auf [Youtube]
(https://www.ots.at/redirect/ordensgemeinschaften20) erreichbar.
Eine Gesamtzusammenstellung mit textlicher Beschreibung der sechs Prinzipien ist auf [diesem Websitebeitrag]
(https://www.ots.at/redirect/ordensgemeinschaften19) erreichbar.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
(C) Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender. Ordensgemeinschaften Österreich