KH-Nord: Ex-Stadträtin Sonja Wehsely kontert Vorwürfe | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

KH-Nord: Ex-Stadträtin Sonja Wehsely kontert Vorwürfe

0 435

Wien (OTS/SPW-K) – In der heutigen Sitzung der Untersuchungskommission zum Krankenhaus Nord (KH Nord) sagte die frühere Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely als Zeugin aus. Wehsely wies darauf hin, dass sie politisch verantwortlich war, aber nicht für operative Entscheidungen des KAV-Managements. Sie habe nicht Kompetenzen des Generaldirektors, damals Wilhelm Marhold, an sich gezogen. Zur Wahl des Grundstücks hatte sie „überhaupt keine Präferenz“. Es gab dazu eine Kommission und die MA 69.

Die politisch verantwortliche Entscheidung war es, ein Krankenhaus in Floridsdorf zu bauen. Auf das Ergebnis der Kommission zum Grundstück in der Brünner Straße habe sie „überhaupt keinen Einfluss“ genommen. Aber, so Wehsely: „Auch mit meinem heutigen Wissen halte ich die Wahl des Grundstücks für richtig“. Zur Bestellung von Udo Janßen stellte Wehsely klar, dass sie Janßen zum Zeitpunkt der Ausschreibung des Jobs nicht gekannt habe. Die Auswahl von Janßen als bestgeeignet sei von einer Kommission getroffen worden, der sie nicht angehört habe.

Den früheren stv. Generaldirektor Koblmüller habe sie nicht verlängert, weil „er die Mitarbeiter nicht so mitnehmen konnte, wie das bei einem so großen Projekt mit großen Veränderungen für das Personal nötig war.“ Die Kritik des Ex-Generaldirektors Marhold, dass mit dem Ausscheiden von Koblmüller dem Projekt „der Kopf abgeschlagen wurde“ wies Wehsely zurück: „Das ist ein Managementverständnis aus den 70er Jahren. Es zeugt nicht von gutem Management, wenn alles zusammenbricht, wenn einer geht.“

Abbruch der PPP-Verhandlungen „damals die einzige Lösung“=

Das PPP-Modell mit einem Konsortium aus Siemens/Porr/Vamed sei vom Kontrollamt im Jahr 2010 sehr kritisch beurteilt worden. Auch die Europäische Investmentbank (EIB) habe präferiert, dass die Stadt selbst als Bauherr fungiere. Schließlich habe man sich mit dem Konsortium nicht über den Preis einigen können. Generaldirektor Marhold habe sie darüber informiert. In dieser Situation sei der Abbruch der Verhandlungen die einzige Lösung gewesen.

Zur von ihrem Büro als Assistentin von Janßen empfohlene Miriam Müller, ehemalige VSSTÖ-Funktionärin, habe Janßen um Vorschläge gebeten. Da Müller von der Ausbildung her passte, habe Janßen sie dann ausgesucht und genommen. Sie verwahre sich dagegen, dass junge, gut ausgebildete Frauen in Misskredit gebracht werden, weil sie sich politisch engagieren.

Mit der Beauftragung des früheren SPÖ-Geschäftsführers Josef Kalina mit der Kommunikationsberatung des KAV habe sie nichts zu tun gehabt. Aber in jedem internationalen Unternehmen sei es üblich, dass Kommunikationsmaßnahmen mit dem CEO abgestimmt werden.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
(C) Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender. SPÖ Wien Rathausklub

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.