80 % der Bevölkerung befürworten heimliche Aufnahmen vom Tierschutz in Tierfabriken
Wien (OTS) – Im Programm der Kurz-Regierung steht im Kapitel über die Reform des Strafrechts, dass das heimliche Filmen in Tierfabriken mit Gefängnis geahndet und das so erhaltene Filmmaterial zerstört, anstatt zur Information der Öffentlichkeit oder zur Verfolgung von Tierquälerei verwendet werden soll. Der VGT beauftragte daraufhin das renommierte Gallup-Institut mit einer repräsentativen Befragung der Bevölkerung dazu. Das Ergebnis ist eindeutig:
- 80 % finden heimliche Aufnahmen in Tierfabriken gut
- 81 % finden, dass Tierschutzorganisationen mit solchen Aufnahmen Anzeigen wegen Tierquälerei erstatten sollen
- Nur 16 % sind für eine Bestrafung von Tierschützer_innen für das heimliche Betreten von Stallungen
- Nur 18 % sind dagegen, dass solche Aufnahmen für Strafverfahren wegen Tierquälerei verwendet werden dürfen
- 86 % wollen zusätzliche Kontrollen von Tierfabriken durch Expertengremien
Auch in Deutschland meinten 82,2 % der Bevölkerung, dass heimliche Filmaufnahmen in landwirtschaftlichen Betrieben gerechtfertigt sind. Aber in den USA und in Österreich wurden bereits Fälle bekannt, in denen Menschen wegen derartiger Filmaufnahmen bestraft wurden – in Oberösterreich nach dem Kulturflächenschutzgesetz. Neu ist, dass das Filmen in Tierfabriken strafrechtlich verfolgbar werden soll.
In den letzten Jahren gab es zahlreiche Fälle von skandalösen Tierquälereien in der Nutztierindustrie, die nur durch heimliche Filmaufnahmen aufgedeckt werden konnten. Müssten diejenigen Personen, die diese Aufnahmen machten, mit Gefängnis rechnen, wären diese Tierquälereien weder an die Oberfläche gekommen, noch abgestellt werden.
Laut Tierschutz-Kontrollverordnung werden Tierhaltebetriebe im Mittel alle 50 Jahre einmal kontrolliert. Zusätzlich sind diese Kontrollen immer angemeldet. Und selbst wenn alles gesetzeskonform ablaufen würde, haben die Konsument_innen ein Recht zu erfahren, wie ihre Nahrung hergestellt worden ist, um informiert zu entscheiden, was sie essen wollen.
Der VGT fordert deswegen – mit der großen Mehrheit der Bevölkerung im Rücken – ein Ende der Kriminalisierung von Tierschutzarbeit und Tierschutz-Aufdeckungsjournalismus.
[Pressemappe] (https://bit.ly/2QnWHBo)
[Zur Petition] (http://vgt.at/tierqual-stoppen-statt-verstecken)
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