Verbraucherschutzverein: Nachhaltigkeitsministerin Köstinger macht PKW-Verbraucher-„Des“-Informationsverordnung
Wien (OTS) – Neuwagen werden seit 1.9.2018 nach einem neuen WLTCP-Zyklus (zwar am Prüfstand, aber mit realistischer Vorgaben) getestet und erreichen höhere Werte bei Bezinverbrauch bzw CO2-Ausstoß als nach dem alten Testzyklus.
Die österreichische Regierung stellt – zugunsten der Autokäufer -für die Berechnung der Normverbrauchsabgabe (NOVA) beim Kauf für 1 1/2 Jahre noch auf die niedrigeren Werte aus dem alten Testzyklus ab. Im Zulassungsschein finden sich aber die neuen (höheren) Werte.
Nachhaltigkeitsministerin Köstinger hat nun den Autohändlern ein besonderes Geschenk gemacht. Diese müssen – so die Novelle zur PKW-Verbraucherinformations-Verordnung – in ihren Werbeprospekten bzw in den Preisschildern in der Fahrzeugen im Autohaus den Benzinverbrauch bzw den CO2 Ausstoß nur nach den alten (niedrigen und unrealistischen) Messwerten angeben.
„Das ist somit eine Des-Informationsverordnung für die Autokäufer, die vor dem Kaufentschluss über Benzinverbrauch und CO2-Ausstoß falsch informiert werden dürfen. Aufklärung bringt erst der Zulassungsschein, doch da hat man den PKW bereits gekauft,“ ärgert sich Peter Kolba, Obmann des Verbraucherschutzvereines.
In Deutschland liegt die Regierungen ebenfalls der Autoindustrie zu Füssen. Nach einem Gipfel wird allen Ernstes kommuniziert, dass man über Details noch nicht genau sagen könne.
„Die Autoindustrie hat Behörden und Kunden jahrelang betrogen und wird immer noch von der Politik hofiert,“ stellt Kolba fest. „Wir fordern eine transparente Information der Käufer über realistische Verbrauchs- und Abgaswerte.
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