Vana/Disoski: Frauengesundheits- & Reproduktionsrechte müssen EU-Grundrecht werden | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

Vana/Disoski: Frauengesundheits- & Reproduktionsrechte müssen EU-Grundrecht werden

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Wien/Brüssel (OTS) – Die morgen, Donnerstag, im EP-Plenum anstehende Abstimmung des vom EU-Abgeordneten Predrag Fred Matić eingebrachten Berichts zur Situation der sexuellen und reproduktiven Gesundheit und Rechte (kurz: SRHR) von Frauen in der EU wird seit Wochen von konservativen Stimmen attackiert.

Monika Vana, Delegationsleiterin der österreichischen Grünen im Europaparlament, erklärt: “Bei Annahme des Berichts stellt sich das Europaparlament uneingeschränkt hinter den Schutz und die Förderung von SRHR und gegen die restriktiven Gesetzeslagen mancher Mitgliedstaaten. Der Bericht fordert die Europäische Kommission und EU-Mitgliedstaaten dazu auf, SRHR als Menschenrecht anzuerkennen und FLINTA* Personen ungehinderten Zugang zu umfassender Sexualerziehung, Menstruationsprodukten, Verhütungsmitteln, legalen Schwangerschaftsabbrüchen sowie Zugang zu Fruchtbarkeitsbehandlungen zu sichern. Gleichzeitig sollen unter anderem trans-spezifische Gesundheitsversorgung von Krankenkassen übernommen und nicht-notwendige medizinische Eingriffe bei intersexuellen Menschen im Säuglings- und Kindesalter verboten werden. Dass dabei viele Konservative nervös werden, mag schon sein, ist jedoch vernachlässigbar. Selbstbestimmungsrechte müssen schwerer wiegen als das Fremdbestimmungsbedürfnis einer lauten Minderheit.”

„Mein Körper, meine Entscheidung. Der Kampf um die reproduktiven Selbstbestimmungsrechte von Frauen ist zentraler Bestandteil grüner Frauenpolitik. Im Vorjahr haben wir auf meine Initiative hin den erleichterten Zugang zum medikamentösen Schwangerschaftsabbruch in Österreich durchsetzen können und damit eine langjährige Forderung von Feminist*innen und Frauenorganisationen umgesetzt.“, betont Meri Disoski, Vorsitzende der Grünen Frauen Österreichs.
„Leider sind wir von einem niederschwelligen, von den Krankenkassen getragenen Schwangerschaftsabbruch, wie wir Grüne ihn befürworten, in Österreich auch im Jahr 2021 noch weit entfernt. Wir beobachten mit Sorge, wie Selbstbestimmungsrechte von Frauen in Mitgliedsstaaten der EU sukzessive ausgehöhlt werden. Als Vorsitzende der Grünen Frauen Österreich begrüße ich die Intention des Matic-Berichts und appelliere an alle Abgeordneten des Europaparlaments: Stimmen Sie zu, Stimmen Sie für das Recht von Frauen auf Selbstbestimmung über ihren eigenen Körper!“

Dem kann Monika Vana nur zustimmen. “Eine Annahme des Berichts wäre ein Durchbruch für die Rechte von Frauen*, Trans- und Interpersonen in der EU und ein wichtiger Schritt in eine gleichberechtigte, freie und selbstbestimmte Zukunft. Es ist Zeit, fraktionsübergreifend aufzustehen und endlich auf der Seite der europäischen Frauen zu stehen”, so Vana abschließend.

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