Forschungsprojekt fördert Lebensmittelsicherheit und Risikobewertung
Im März 2026 startet an der IMC Krems University of Applied Sciences (IMC Krems) ein neues Forschungsprojekt unter der Leitung von Anna Malyshenko, PhD, MSc, Senior Lecturer und Forscherin am Institut Applied Chemistry. Ziel dieses Projekts ist es, schädliche Pestizidrückstände in Lebensmitteln und Umweltproben noch genauer nachzuweisen – selbst wenn diese nur in sehr kleinen Mengen vorkommen. Solche Stoffe können die Gesundheit der Menschen beeinträchtigen und spielen auch eine wichtige Rolle in der Herstellung von Medikamenten sowie medizinischen Produkten. Deshalb ist es wichtig, zuverlässige Methoden zu finden, um diese Stoffe sicher zu erkennen.
Genauere Analyse für mehr Sicherheit
Die bisherigen Verfahren zur Überprüfung von Lebensmitteln stoßen oft an ihre Grenzen, besonders bei komplizierten Proben. Das neue Projekt konzentriert sich deshalb auf moderne Materialien, die bei der Vorbereitung der Proben helfen. Diese Materialien können gezielt wichtige Substanzen aus der Probe herausfiltern und konzentrieren, bevor sie untersucht werden.
Im Fokus stehen besonders innovative Sorbentmaterialien, also Stoffe, die bestimmte Moleküle „einfangen“ können. Dazu gehören molekular geprägte Polymere (MIPs) und neu entwickelte nanostrukturierte Sorbentien. Diese sind speziell dafür gemacht, die wichtigen Pestizidrückstände besser auszuwählen und gleichzeitig andere störende Stoffe aus der Probe zu entfernen. So werden Analysen zuverlässiger und Empfindlichkeit der Nachweise steigt.
Diese neuen Sorbentien werden mit hochpräzisen Analyseverfahren kombiniert, wie zum Beispiel der Flüssigchromatographie-Massenspektrometrie (LC-MS) und der Gaschromatographie-Massenspektrometrie (GC-MS). Damit ist es möglich, selbst kleinste Spuren problematischer Substanzen sicher zu erkennen.
„Unser Ziel ist es, analytische Methoden so weiterzuentwickeln, dass selbst geringste Mengen hormonell wirksamer Pestizide zuverlässig nachgewiesen werden können. Damit schaffen wir eine wissenschaftlich fundierte Grundlage für verbesserte Risikobewertungen in lebensmittel- und gesundheitsbezogenen Kontexten und leisten einen Beitrag zum langfristigen Schutz von Konsumentinnen und Konsumenten sowie Patientinnen und Patienten“
, erklärt Anna Malyshenko, Projektleiterin am IMC Krems.
Neuartige Nanomaterialien für bessere Ergebnisse
Zusätzlich werden nanoskalige Versionen der Polymere und andere nanostrukturierte Materialien eingesetzt. Diese sehr kleinen Strukturen bieten eine größere Oberfläche, wodurch die Fähigkeit zur Anreicherung der Pestizide verbessert wird. Besonders bei sehr niedrigen Konzentrationen, den sogenannten Ultra-Spuren, helfen diese Nanomaterialien, Pestizide mit hormoneller Wirkung sicher nachzuweisen.
Von der Forschung zur Anwendung
Das Projekt baut auf dem Wissen am IMC Krems in den Bereichen Lebensmittel, Umwelt, Pharma und medizinische Produkte auf. Es nutzt bereits vorhandene Fachkenntnisse bei Trennmethoden, der Analyse von Molekülen, die sich in ihren Spiegelbildern unterscheiden (enantiomere Analyse) sowie bei der Entwicklung von Sensoren. Das Ziel ist, stabile und einfach anwendbare Methoden zu entwickeln, die später im Alltag von analytischen Laboren genutzt werden können.
Projektlaufzeit und Förderung
Das Forschungsprojekt läuft von März 2026 bis Dezember 2028. Es wird vom Land Niederösterreich gefördert und zusätzlich von der Europäischen Union unterstützt. Die Förderung erfolgt im Rahmen der Initiative „Forschung für morgen“ unter der Förderschiene „Forschung & Technologieentwicklung Qualität“.
Weitere Infos: Pestizidrückstände sind Stoffe, die nach der Anwendung in der Landwirtschaft auf Lebensmitteln oder in der Umwelt zurückbleiben. Diese Rückstände können die menschlichen Hormone beeinflussen und sind deshalb besonders bedenklich. Moderne Analyseverfahren sind deshalb wichtig, um die Sicherheit von Lebensmitteln und Umwelt zu garantieren.
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