SPÖ Wien: Arbeit, Aufschwung und Zukunft mit Kultur, Gesundheit und Bildung stärken | brandaktuell

SPÖ Wien: Arbeit, Aufschwung und Zukunft mit Kultur, Gesundheit und Bildung stärken

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Der dritte Red Talk bei der Klubtagung des Roten Rathausklubs drehte sich in diesem Jahr um die Themen Arbeit, wirtschaftlicher Aufschwung und Zukunft. Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler, Gesundheitsstadtrat Peter Hacker und SPÖ-Gemeinderätin Astrid Pany, die Vorsitzende des Bildungsausschusses, sprachen darüber, wie Kultur, Gesundheit und Bildung dazu beitragen, Wien stark zu machen und die Lebensqualität in der Stadt weiter zu verbessern.

Kultur und Wissenschaft stärken Arbeit, Aufschwung und Wien als Standort

Bei der Klubklausur 2026 hob Wiens Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler die wichtige Rolle von Kultur und Wissenschaft für Wiens Wirtschaft hervor. Die Stadt verbindet Lebensqualität, kulturelle Vielfalt und wirtschaftlichen Erfolg miteinander. „Kultur ist weit mehr als ein Begleitprogramm einer lebenswerten Stadt. Sie ist ein aktiver Wirtschaftsfaktor, schafft Beschäftigung und stärkt Wien als offenen, kreativen und international sichtbaren Standort“, erklärt Kaup-Hasler.

Ein passendes Beispiel ist die Filmbranche: „Jeder Drehtag schafft Arbeit, jede Produktion löst Wertschöpfung aus und jeder internationale Erfolg erhöht die Sichtbarkeit Wiens.“ Auch der Tourismus profitiert stark, denn 78 Prozent der Besucher geben Kultur als Hauptgrund für ihre Wienreise an.

Darüber hinaus betont Kaup-Hasler die Bedeutung der Wissenschaft: „Investitionen in Forschung schaffen Innovation, Beschäftigung und langfristige Wertschöpfung. Gerade Wien profitiert davon in besonderem Maße, weil hier Wissenschaft, Forschung und Technologie auf eine starke urbane Infrastruktur und hohe Lebensqualität treffen.“ Diese Förderungen sind gezielt, um die Wirtschaft zu entwickeln und Wien als internationalen Wirtschaftsstandort attraktiv zu halten.

Viele Unternehmen, Start-ups und internationale Fachkräfte achten bei der Standortwahl nicht nur auf Steuern oder Förderungen, sondern auch auf eine starke Kultur und hohe Lebensqualität. „Kultur und Wissenschaft sind kein Zusatz, sondern ein Fundament für Arbeit, wirtschaftlichen Aufschwung und die Zukunft Wiens. Gerade in Zeiten der Veränderung braucht es Stabilität, Verlässlichkeit und kluge Investitionen“, so Kaup-Hasler.

Beste Versorgung, starke Krankenhäuser und sichere Zukunft

Gesundheitsstadtrat Peter Hacker betonte, dass Wien die beste Gesundheitsversorgung bietet. „Das Wiener Gesundheitssystem beweist täglich, dass es leistungsfähig, krisenresistent und top-modern ist.“ Die Krankenhäuser in Wien werden ständig modernisiert oder neu gebaut. Bis 2030 investiert die Stadt dafür 2,4 Milliarden Euro in die Gemeindespitäler. Seit 2018 wurden insgesamt 2,9 Milliarden Euro in die Wiener Krankenhäuser investiert, sowohl für städtische als auch für Fondsspitäler.

Der Wiener Gesundheitsverbund (WIGEV) arbeitet sehr effizient: 2025 wurden drei von vier Krankenhausbehandlungen in WIGEV-Kliniken durchgeführt. Im letzten Jahr gab es 5,2 Millionen ambulante Patientenkontakte, 244.000 stationäre Patienten und 131.000 Operationen. Außerdem wurden in den Notfallambulanzen 160.000 Menschen versorgt. „Diese Zahlen zeigen, wie gut das Gesundheitssystem in Wien funktioniert“, so Hacker.

Für die Zukunft plant Wien den Ausbau der Tagesklinikplätze um 50 Prozent auf 1.000 Plätze sowie 500 zusätzliche Betten für Nachbehandlung und akutgeriatrische Patienten.

Das Gesundheitssystem ist auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Der Bau der Krankenhäuser unterstützt die Bauwirtschaft und sichert viele Arbeitsplätze. Insgesamt sind bis 2030 Investitionen von mehr als fünf Milliarden Euro geplant. Die Krankenhäuser kaufen Waren und Dienstleistungen im Wert von 700 Millionen Euro jährlich ein, was besonders Technik, Pharma und Lebensmittel betrifft. Deshalb sind die Spitäler große Impulsgeber für die Wirtschaft.

Aktuell arbeiten rund 28.400 Menschen im WIGEV in etwa 75 verschiedenen Berufen. Die Fondsspitäler beschäftigen etwa 7.000 weitere Personen. Um Fachkräfte zu sichern, investiert die Stadt jährlich 300 Millionen Euro in die Ausbildung, mit 5.000 Ausbildungsplätzen für medizinische Berufe. Bis 2030 sollen 16.000 Pflegekräfte ausgebildet werden, dazu kommen 150 Lehrlinge in den Gemeindespitälern.

Gute Bildung schafft Chancen und stärkt den Zusammenhalt

SPÖ-Gemeinderätin Astrid Pany, Vorsitzende des Bildungsausschusses, betont, wie wichtig eine fundierte Bildungspolitik ist, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruht und nicht auf populistischen Debatten. „Kinder und Jugendliche brauchen faire Chancen, verlässliche Unterstützung und eine Politik, die auf Förderung setzt.“ Dabei spielen Angebote wie Schulsozialarbeit, Jugendcoaching und multiprofessionelle Teams eine große Rolle. Auch Programme wie „Respekt gemeinsam stärker“, der Verein Cult, Orientierungshilfen und KISI zeigen, wie frühzeitige Hilfe gelingt.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Sprachförderung. „Sprachförderung ist der Schlüssel zu fairen Bildungschancen. Der Gratis-Kindergarten in Wien zeigt, wie wirksam frühe Förderung ist.“ Wichtig sei eine gute Koordination zwischen privaten Einrichtungen und den städtischen Kindergärten, ausreichend Sprachförderkräfte und Programme wie die Sommerdeutschkurse von Interface, die den Kindern den Schuleinstieg erleichtern.

Auch der Ausbau von ganztägigen Schulen ist zentral: „Ganztagesschulen schaffen mehr Bildungschancen, fördern Sprache und Talente und entlasten Familien im Alltag.“ Ergänzend sind Summer City Camps und Winter Camps wichtige Betreuungsangebote in den Ferien.

Zur Berufsorientierung sagt Pany: „Gute Berufsorientierung hilft jungen Menschen, ihren Weg nach Interessen und Begabungen zu finden. Die duale Ausbildung ist ein starkes Erfolgsmodell.“ Mit dem neuen Zentralberufsschulgebäude in der Seestadt gibt Wien ein deutliches Signal. Gleichzeitig braucht es mehr Ressourcen und Personal für Berufsschulen.

Die Demokratiebildung ist ein weiterer zentraler Punkt: „Demokratie muss im Schulalltag erfahrbar sein. Selbstwirksamkeit, Mitbestimmung und respektvoller Diskurs sind zentrale Bildungsziele.“ Schulen sind deshalb auch wichtige Orte für Teilhabe und Integration, besonders für Kinder und Jugendliche ohne österreichische Staatsbürgerschaft.

„Wer in Kinder und Jugendliche investiert, schafft Chancen, stärkt den Zusammenhalt und macht Wien noch lebenswerter“, fasst Pany zusammen.

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