Schockierende Enthüllung: Warum die Arzneimittel-Versorgung jetzt radikal reformiert werden muss! | brandaktuell

Schockierende Enthüllung: Warum die Arzneimittel-Versorgung jetzt radikal reformiert werden muss!

0 87

Die Bundesregierung ist jetzt seit einem Jahr im Amt. Der Verband der Arzneimittel-Vollgroßhändler Phago zieht deshalb eine erste Bilanz zur Versorgung mit Medikamenten:

Die Situation bei der Lieferung von Arzneimitteln sieht je nach Art der Medikamente unterschiedlich aus. Insgesamt gibt es aktuell bei etwa 1.240 Medikamenten Lieferengpässe. Besonders betroffen sind Medikamente gegen Diabetes (Antidiabetika) und antibiotische Augentropfen. Damit diese Probleme nicht vollständig auf die Patient:innen zurückfallen, sorgt der Großhandel mit einem aufwändigen Mangel-Management dafür, dass die Versorgung möglichst stabil bleibt.

Im Vergleich zum letzten Jahr hat sich die Lage kaum verändert und ist relativ stabil geblieben.

Die Phago-Großhändler sehen aber großen Handlungsbedarf, um die Infrastruktur der Arzneimittelversorgung zu sichern. Dies ist besonders wichtig für sehr günstige Medikamente, die oft für weit verbreitete Krankheiten wie Bluthochdruck, Schlafstörungen oder Magenprobleme eingesetzt werden. Für die Auslieferung dieser Arzneimittel, die etwa 100 Millionen Packungen pro Jahr ausmacht, bekommen die Großhändler derzeit den sogenannten Infrastruktursicherungsbeitrag.

Damit die Leistungen der Arzneimittel-Großhändler dauerhaft gewährleistet sind, muss die Bezahlung grundlegend angepasst werden. Die gesetzliche Regelung unserer Vergütung ist seit über 20 Jahren unverändert und muss dringend an die geänderten Gegebenheiten angepasst werden. Unsere wirtschaftlichen Grundlagen sind kein Nebenschauplatz, sondern eine zentrale Voraussetzung, damit die Arzneimittelversorgung funktioniert, betont Mila Pohl vom Verband.

Auch in Deutschland ist die finanzielle Lage der Arzneimittelgroßhändler schwierig. Der deutsche Großhandels-Verband hat deshalb einen Appell an Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) gerichtet. Wenn keine angemessene Anpassung der Vergütung erfolgt, könnten die deutschen Pharma-Großhändler gezwungen sein, ihre gesetzlich vorgeschriebenen Aufgaben nur noch eingeschränkt zu erfüllen.

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.