Lehner packt aus: Warum Wahlarzt-Zwangshonorare unser Gesundheitssystem zerstören!
Peter Lehner, der Leiter der Sozialversicherung der Selbständigen (SVS), erklärt, dass „Freiheit und Transparenz sind die Prinzipien, nicht Eingriffe und Zwangshonorare.“ Er meint, dass unser Gesundheitssystem mehr Vielfalt erlauben sollte und Ärzten nicht strenge Verträge aufgezwungen werden dürfen. Solche Einschränkungen sind nicht hilfreich und können dazu führen, dass gute Fachärzte das System verlassen. Die Angebote der Ärzte sind sehr unterschiedlich, ebenso wie die Bedürfnisse der Menschen. Das Wahlarztangebot ergänzt das reguläre Kassensystem und sorgt so für eine bessere Gesundheitsversorgung. Dadurch profitieren die Versicherten von mehr Wahlmöglichkeiten und guten Leistungen.
Lehner betont auch, wie wichtig Transparenz gerade bei den Arzthonoraren ist: „Transparenz ist für unser Gesundheitssystem ein entscheidender Faktor. Das gilt auch für die Arzthonorare.“ Wenn die Kosten und Leistungen bei Wahlärzten klar und offen kommuniziert werden, wissen die Patienten schon vor dem Arztbesuch, welche Kosten auf sie zukommen. Sie können besser planen, berücksichtigen die Rückerstattung durch die Sozialversicherung und erleben so eine echte Kostenwahrheit.
Außerdem sagt Lehner, dass Sozialversicherung und Ärzte im österreichischen Gesundheitssystem „Systempartner“ sind. Gemeinsam möchten sie das System im Sinne der Patienten verbessern und dafür sorgen, dass die bestmögliche Versorgung möglich ist. Das Gesundheitswesen soll also für alle Beteiligten fair und transparent bleiben, damit sich jeder die passende medizinische Betreuung leisten kann.
Zusätzlich wird in Österreich das Wahlarztsystem geschätzt, weil es Patienten erlaubt, sich ihren Arzt frei zu wählen. Das schafft mehr Flexibilität, besonders wenn man eine Spezialbehandlung braucht oder nicht auf einen Kassenarzttermin warten möchte. Trotzdem bleibt das System bezahlbar, da die Sozialversicherung einen Teil der Kosten erstattet.