Awareness-Kampagne „St. Influenza” informiert über die Risiken der „echten” Grippe | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

Awareness-Kampagne „St. Influenza” informiert über die Risiken der „echten” Grippe

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Über 4.000 Personen starben im vergangenen Jahr an Influenza, der sogenannten „echten Grippe”. In diesem Jahr setzen Bund, Länder und Sozialversicherung zum ersten Mal gemeinsam ein Öffentliches Impfprogramm (ÖIP) für Influenza um. Damit ist  die Influenza-Impfung erstmals österreichweit gegen einen Selbstbehalt von 7 Euro verfügbar. Für Kinder und Jugendliche, Impfungen in Alten- und Pflegeheimen und in Betrieben steht die Influenza-Impfung gänzlich kostenfrei bereit. Heute startet dazu die Awareness-Kampagne „St. Influenza”. Bund, Länder und Sozialversicherung investieren in den nächsten Wochen knapp 1 Million Euro in Information und Aufklärung über die echte Grippe und die Influenza-Impfung. „Influenza ist eine ernstzunehmende Erkrankung. Es ist wichtig, dass wir heuer erstmals den Menschen in ganz Österreich einen einfachen und kostengünstigen Zugang zur Impfung ermöglichen”, betont Gesundheitsminister Johannes Rauch. *** 

Schutzimpfungen gehören zu den wichtigsten vorbeugenden Maßnahmen in der Medizin. Die Influenza-Impfung ist bereits ab dem vollendeten 6. Lebensmonat allgemein empfohlen. Besonders empfohlen ist sie für Personen ab dem vollendeten 60. Lebensjahr, Kinder, Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen und anderen Risikofaktoren sowie Personal im Gesundheitswesen und in der Altenpflege. Zudem ist die Influenza-Impfung wichtig für Reisende. Im Gegensatz zu COVID-19 sind bei Influenza auch Säuglinge ab 6 Monaten, Kleinkinder und Kinder eine wichtige Zielgruppe, weil sie nicht nur schwer an Influenza erkranken können, sondern auch maßgeblich an der Verbreitung der Influenzaviren beteiligt sind. 

Erstmals ist es Bund, Ländern und Sozialversicherung gelungen, die Influenza-Impfung im Zuge eines öffentlichen Impfprogramms österreichweit anzubieten. Knapp 1 Million Dosen stehen in der heurigen Influenza-Impfsaison bereit. Die Österreichische Gesundheitskasse ist für die Koordination der Impfaktion zuständig. Dort wurden 80 Prozent der Impfstoffe bereits abgerufen. Sie sind nun in Apotheken und Arztordinationen verfügbar. Die restlichen 20 Prozent der Impfstoffe dienen zunächst als Reserve für Nachbestellungen. 

ÖGK-Obmann Andreas Huss: „Impfen ist das wichtigste und wirksamste Präventionsangebot, das das Gesundheitssystem der Bevölkerung zur Verfügung stellen kann. Mein Ziel war schon immer, im Anschluss an das öffentliche Kinderimpfprogramm, das mit dem 15. Lebensjahr endet, auch für Erwachsene ein freiwilliges und niederschwelliges Angebot zur Verfügung zu stellen. Die Influenza-Impfung ist aber erst ein Anfang. In den kommenden Jahren sollen in Österreich finnische Verhältnisse einziehen. Dort lassen sich 70% der Bevölkerung regelmäßig impfen oder nehmen Auffrischungsimpfungen in Anspruch. Auch in Österreich wollen wir das mit einem niederschwelligen Angebot für alle empfohlenen Impfungen aus dem Nationalen Impfplan schaffen. Ich bin mir sicher, so werden aus Impfmuffeln gut gegen vermeidbare Krankheitsleiden geschützte Versicherte.“ 

Impfstoffe für Betriebe und Alten- und Pflegeheime kostenlos

Das flächendeckende Impfprogramm bringt österreichweit einen kostengünstigen Zugang mit einem Selbstbehalt von 7 Euro zur Influenza-Impfung. Für Kinder, Jugendliche und von der Rezeptgebühr befreite Personen steht die Influenza-Impfung sogar gänzlich kostenfrei bereit. Auch bei Impfaktionen in Betrieben sowie Alten- und Pflegeheimen entfällt der Selbstbehalt, da das Risiko, sich mit Influenza anzustecken, überall dort besonders hoch ist, wo viele Menschen aufeinandertreffen. 

„Eine gemeinsame Influenza-Impfaktion war und ist allen Landesgesundheitsreferenten ein wichtiges Anliegen: Uns eint das Ziel, die Durchimpfungsrate deutlich zu erhöhen. Dafür leistet jedes Bundesland einen nicht unwesentlichen finanziellen Beitrag. Ich sehe diesen Beitrag als Investition in unser Gesundheitssystem. Wir können davon ausgehen, dass jeder in eine Influenza-Impfung investierte Euro das Gesundheitswesen und die Wirtschaft entlastet. Stichworte: Arbeitsausfälle, Krankenstandstage, Pflegefreistellungen etc. Die Influenza-Impfung hat somit nicht nur ungemeine Vorteile für die Gesundheit jedes Einzelnen, sondern auch gesamtgesellschaftliche Auswirkungen”, so Landesrätin Dr. Beate Prettner. 

Kampagne „St. Influenza"

Die Awareness-Kampagne „St. Influenza” mit der Hauptbotschaft: „Die echte Grippe ist echt nicht lustig” soll die Bevölkerung über die Risiken einer Influenza-Infektion informieren und daran erinnern, sich in der kalten Jahreszeit impfen zu lassen. Das Ziel der Kampagne ist die vollständige Verimpfung der Impfdosen aus dem ÖIP. 

Die sechs Kampagnensujets im Postkartenstil der 50er-Jahre sollen durch den auffälligen Retro-Look sowohl die ältere Zielgruppe als auch jüngere Personen ansprechen. Die Kampagne informiert humorvoll und ohne erhobenen Zeigefinger darüber, dass Influenza eine sehr unangenehme Erkrankung ist und erinnert daran, dass jetzt der richtige Zeitpunkt für eine Impfung ist. 

Die Kampagne wird die nächsten Wochen auf Plakaten, Social Media und Nachrichtenportalen sowie Infoscreens und Bildschirmen im Wartezimmer von Ärzt:innen zu sehen sein. Zusätzlich wurden bereits Poster, Infofolder und Flyer an alle niedergelassenen Ärzt:innen, Apotheken und andere Impfstellen verteilt. Die Sujets im Postkartenformat werden als Freecards an 533 Standorten österreichweit verteilt und animieren dazu, die Botschaft zu verbreiten. Rund 1 Million Euro wurde für die Kampagne budgetiert. 

Erfolgsprojekt ÖIP – Österreichisches Impfprogramm Influenza

In der Bundes-Zielsteuerungskommission haben Bund, Sozialversicherung und Länder im Juli 2022 das Öffentliche Impfprogramm Influenza beschlossen. Die Impfung erfolgt österreichweit flächendeckend in den Ordinationen, der Impfstoff steht in allen Apotheken bereit. Betriebe und insbesondere Gesundheits- und Sozialeinrichtungen können Impfstoff über das ÖIP kostenlos bestellen. Betriebsimpfungen sind für die Bediensteten kostenlos. Die Projektlaufzeit umfasst derzeit zwei Influenza-Impfsaisonen, nämlich 2023/2024 und 2024/2025. Die Gesamtkosten in der Höhe von insgesamt 35 Millionen Euro pro Impfsaison umfassen die Kosten des Impfstoffs, Infrastruktur und Verabreichung, Kommunikationsmaßnahmen sowie die Evaluierung. Gemeinsames Ziel der Partner ist die Ausweitung des Impfprogramms über Covid und Influenza hinaus.
Influenza | Impfen schützt einfach.

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