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Jeder Fall von antimuslimischem Rassismus ist einer zu viel

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In der Brunnenpassage (Wien) präsentieren Rumeysa Dür-Kwieder, Ümmü Selime Türe und Dunia Khalil, Vertreterinnen der Dokumentationsstelle Islamfeindlichkeit und antimuslimischer Rassismus (Dokustelle Österreich), den achten Antimuslimischer Rassismus Report. Die Dokustelle Österreich freut sich zudem Ojeaku Nwabuzo, Co-Leiterin des European Network Against Racism (ENAR), am Podium begrüßen zu dürfen. 

Der diesjährige Bericht thematisiert tagtägliche Konfrontationen mit antimuslimischem Rassismus, zeigt Handlungsmöglichkeiten auf, präsentiert Statistiken und Analysen politischer Entwicklungen und antimuslimisch rassistischer Tendenzen in ganz Österreich.

2022/2023 setzt die Dokustelle einen Schwerpunkt auf Community-Arbeit und Beratung. So werden Ressourcen verstärkt für von antimuslimischem Rassismus betroffene Personen, Gemeinden, Vereine und Moscheen in ganz Österreich zur Verfügung gestellt. Dies führte bereits 2022 dazu, dass vermehrt Fälle in den Bundesländern verzeichnet wurden. Wie im Vorjahr sind Frauen innerhalb patriarchaler Strukturen und männlich dominanter Machtverhältnisse stärker von struktureller Gewalt betroffen. An dieser Stelle soll festgehalten werden, dass antimuslimischer Rassismus meist mit weiteren Gewalt- und Unterdrückungsformen überlappt und Menschen somit von Mehrfachdiskriminierungen betroffen sind.

Außerdem beobachtete die Dokustelle Österreich steigende Fallzahlen im Kontext der österreichischen Exekutive in Bezug auf rassistische Polizeigewalt. Viele der rassistischen Tathandlungen – ausgehend von der Polizei – betreffen das unrechtmäßige Erteilen von Verletzungen von Verordnungen.

Darüber hinaus legt der diesjähriger Report einen Fokus auf Wissensproduktion über Muslim*innen und den Islam und zeigt auf, dass die Forschung darüber selten frei von politischen Dynamiken ist. Dokustelle Österreich stellt fest, dass diese gezielt ausgerichtete Wissensproduktion dazu dient, undifferenzierte Narrative in der Gesellschaft zu manifestieren und in weiterer Folge allgemeine Grundrechte für Muslim*innen in Frage zu stellen.

Rumeysa Dür-Kwieder, Leiterin der Dokustelle Österreich hält fest:

„Wir sehen dringenden Handlungsbedarf aufseiten politischer Akteur*innen und Medienschaffenden, um österreichweit antimuslimisch rassistischen Schaden zu reduzieren, folglich gänzlich abzubauen und Muslim*innen sowie Personen, die als solche wahrgenommen werden, Schutz vor Diskriminierung bieten zu können.” 

Im diesjährigen Bericht präsentiert die Dokustelle Österreich unter anderem 16 Forderungen, um antimuslimisch rassistischen Tendenzen gesamtgesellschaftlich entgegenzuwirken. 

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