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38. Wiener Gemeinderat (20)

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Wien (OTS/RK) – GRin Veronika Matiasek (FPÖ) waren drei Punkte wichtig: Ein Kulturförderungskonzept mit klaren Regeln; eine Evaluierung der Subventionen, die teilweise jahrzehntelang in großer Summe vergeben würden sowie die Öffnung des Förderberichts auch für nicht-subventionierte Kultureinrichtungen. Damit solle es möglich werden, ein Gesamtbild zu erhalten, argumentierte Matiasek. Sie räumte aber ein, dass Wien „kein so schlechter Boden für Kulturschaffende“ sei. In der Stadt hätte sich eine lebendige Szene etabliert.

GR Jörg Neumayer, MA (SPÖ) konterte seinen Vorrednerinnen: Kunst müsse „nicht immer schön sein, sie kann auch schiarch sein“. Er nannte Wien eine Musikstadt, die sich jedes Jahr zur Hochkultur bekenne und gleichzeitig Musik in ihrer ganzen Breite fördere. Als Beispiel nannte er das Projekt ELEMU, bei diesem die Wiener Symphoniker in Volksschulen gingen, um Kinder für Musik zu begeistern. Weiters seien im vergangenen Jahr 16 Millionen Euro in den Film geflossen. Die Förderungen reichten von der Entwicklung eines Drehbuchs bis zur Premiere.

GR Mag. Gerald Ebinger (FPÖ) lobte die „große Harmonie“ in der Debatte, die wohl der neuen Stadträtin Kaup-Hasler zu verdanken sei. Die Festwochen-Entscheidung war für ihn eine gute, die Vereinigten Bühnen Wiens (VBW) blieben jedoch ein „Problemkind“. Eine sogenannte „Neuausrichtung“ hätte nichts verändert. Beim Projekt Wien Museum kritisierte er, dass der Umbau immer mit dem Winterthur-Gebäude zusammenhänge. Abschließend kündigte er seine Bereitschaft zur Kooperation mit der neuen Stadträtin an.

GRin Mag.a Sybille Straubinger (SPÖ) räumte ein, dass man über viele kleine Förderungen diskutieren könne. Sie bildeten aber gleichzeitig die große Vielfalt in der Kultur – vor allem in den Bezirken – ab. Sie verteidigte die Finanzierung von Kultureinrichtungen durch die öffentliche Hand, schließlich solle der Zugang zu Kultur nicht „elitär“ werden. Sie hob auch den Stellenwert der Wissenschaft in der Stadt hervor und nannte die Neuausrichtung der Wiener Vorlesungen als Beispiel. Auch diese würden in Zukunft in den Bezirken stattfinden.
(Forts.) hie/lit

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