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FPÖ – Mölzer fordert Ende der Förderexzesse und eigenständige Filmwirtschaft

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FPÖ-Kultursprecher und Nationalratsabgeordneter Wendelin Mölzer hat heute scharfe Kritik an der aktuellen Filmförderung in Österreich geäußert. Er sagte deutlich: „Was hier passiert, ist kein Fördersystem mehr, sondern ein Selbstbedienungsladen auf Kosten der Steuerzahler.“ Gleichzeitig kündigte er einen Antrag im Nationalrat an, um die Situation zu verbessern.

Grund für die Kritik ist die Babler-Dokumentation „Wahlkampf“. Berichten zufolge wurden dafür fast alle Produktionskosten durch öffentliche Gelder bezahlt. Mölzer meint dazu: „Wenn Produktionen de facto zu fast 100 Prozent vom Staat finanziert werden, dann läuft etwas ganz gewaltig schief.“ Diese Praxis fördere weder wirtschaftliche Verantwortung noch passe sie zu den Vorgaben der Europäischen Union.

Der FPÖ-Abgeordnete sieht darin ein Zeichen für ein zu großes und undurchsichtiges Fördersystem. Er erklärt, dass Fördergelder aus verschiedenen Quellen oft kombiniert werden können, ohne klare Regeln. Deshalb fordert Mölzer in seinem Antrag, dass künftig öffentliches Geld nicht unbegrenzt zusammengelegt werden darf und dass staatliche Zuschüsse nicht die Mehrheit der Produktionskosten übernehmen sollen. „Es kann nicht sein, dass das Risiko komplett beim Steuerzahler liegt, während private Investoren außen vor bleiben“, betonte er.

Mölzer verlangt außerdem mehr Transparenz. Es soll für alle nachvollziehbar sein, wie viel Geld in welche Filme fließt und wer davon profitiert. „Der Steuerzahler hat ein Recht darauf, zu wissen, wohin sein Geld verschwindet“, so Mölzer. Zudem fordert er eine gründliche Analyse der bisherigen Förderpraktiken, um langfristige Probleme aufzudecken.

Mit seinem Antrag möchte Mölzer nicht nur klare Regeln für öffentliche Förderungen schaffen, sondern auch die heimische Filmbranche insgesamt stärken. „Unser Ziel ist eine Branche, die kreativ und erfolgreich ist – aber nicht dauerhaft am Tropf des Staates hängt.“ Dafür brauche es Rahmenbedingungen, die private Investitionen attraktiver machen und Eigeninitiative fördern, anstatt Abhängigkeiten zu schaffen.

Zum Schluss machte Mölzer deutlich: „Wir stehen für eine Filmförderung mit Hausverstand – nicht für ideologisch gefärbte Prestigeprojekte, die fast vollständig aus Steuergeld finanziert werden.“ Der Antrag sei wichtig, um „Ordnung in ein aus dem Ruder gelaufenes System zu bringen“.

Zur Information: Die Filmförderung in Österreich unterstützt seit vielen Jahren Filmprojekte, um kulturelle Vielfalt und kreative Produktionen zu fördern. Allerdings gibt es immer wieder Diskussionen darüber, wie die Gelder verteilt werden und ob private Investoren genug eingebunden sind.

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