Daniel von Langen neuer Obmann der Bundeskurie angestellte Ärzte
Daniel von Langen ist Facharzt für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Landeskrankenhaus Hochzirl-Natters in Tirol. Außerdem arbeitet er als Arbeitsmediziner. Am 19. März 2026 wurde er bei der Sitzung der Bundeskurie angestellte Ärzte (BKAÄ) der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK) im steirischen Pöllauberg zum neuen BKAÄ-Obmann gewählt. Damit ist er auch Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer.
Seit 2014 engagiert sich von Langen in der ärztlichen Standespolitik. Damals war er als Vertreter der Turnusärzte am LKH Innsbruck und an der Medizinischen Universität Innsbruck aktiv. 2017 wurde er zum stellvertretenden Kurienobmann der angestellten Ärzte in Tirol gewählt. Fünf Jahre später übernahm er die Rolle des Kurienobmanns und Vizepräsidenten in der Tiroler Ärztekammer. Zudem arbeitete er unter anderem in den Bereichen e-Health und Arbeitsmedizin mit und war in vielen Ausschüssen tätig. Von 2020 bis 2022 war er außerdem Stellvertreter des damaligen BKAÄ-Obmanns Harald Mayer.
In der Österreichischen Ärztekammer war von Langen zuletzt Vorsitzender des Bildungsausschusses. Die ärztliche Ausbildung ist ihm deshalb besonders wichtig. Das zeigte er auch in seiner Antrittsrede.
Gemeinsam innovative Lösungen entwickeln
Von Langen erklärte, dass es viele Herausforderungen gibt: „Ich komme mit dem Anspruch, gemeinsam mit der Bundeskurie und der hier gebündelten Expertise Lösungen für die angestellten Ärzte zu entwickeln. Wir dürfen dabei nicht kurzfristig reagieren. Wir müssen vorausschauend für die Verbesserung der Versorgung unserer Patienten und des Gesundheitssystems arbeiten. Nicht nebeneinander, sondern miteinander, auch mit den niedergelassenen Ärzten und Systempartnern.“
Er betont, dass sich die ärztliche Arbeit in den letzten Jahren stark verändert hat. „Immer mehr Patientinnen und Patienten haben eine deutliche Arbeitsverdichtung gebracht, mehr Komplexität, mehr dokumentarische Aufgaben – und das bei gleichzeitig stark begrenzten Ressourcen. Wenn Arbeitsverdichtung zunimmt, leidet die Qualität. Genau das dürfen wir nicht akzeptieren.“ Deshalb brauche es ein modernes Arbeitsbild mit flexiblen, realistischen Modellen und verschiedenen Einnahmequellen für Ärztinnen und Ärzte. Dabei könnte man auch über die bisher strikte Trennung zwischen intramuralen (stationären) und extramuralen (ambulanten) Bereichen nachdenken. Von Langen sagte: „Wir dürfen uns auch einmal darauf fokussieren, was die Ärztinnen und Ärzte heutzutage brauchen und uns nicht ständig ausschließlich die Frage stellen: Was braucht die Versorgung?“
Österreichische Ärzte sind im Ausland sehr gefragt und werden überall mit offenen Armen empfangen. Deshalb sind solche innovativen Ansätze im ärztlichen Berufsbild wichtig, „um ihnen die Entscheidung leichter zu machen, ihre Zukunft im österreichischen solidarischen Gesundheitssystem zu sehen“, so von Langen.
Zusätzlich ist interessant, dass die aktuelle medizinische Welt sich durch Digitalisierung und zunehmende Spezialisierung immer schneller verändert. Flexible Arbeitsmodelle und ein gutes Arbeitsumfeld sind deshalb für Ärztinnen und Ärzte in Österreich besonders wichtig, um dem internationalen Wettbewerb standzuhalten und gleichzeitig eine hohe Versorgungsqualität sicherzustellen.
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