KV Ordensspitäler OÖ: Angebot in Abstimmung
Auch bei der achten Verhandlungsrunde haben sich die Arbeitgeber beim Thema 40-Stunden-Woche nicht bewegt. Das bedeutet, es gibt keine Verkürzung der Wochenarbeitszeit. Seit September letzten Jahres fordern die 10.000 nicht-ärztlichen Beschäftigten der Ordensspitäler in Oberösterreich eine dringend notwendige Arbeitszeitverkürzung, um mehr Freizeit und Erholung zu bekommen.
„Unsere Forderung bleibt auf Kollektivvertrags-Ebene ungelöst. Wir haben deshalb einen für dieses Jahr schmerzhaften Kompromiss verhandeln können: Eine Erhöhung des Zeitbonus für alle Beschäftigten in Höhe von 15 zusätzlichen Stunden, gemeinsam mit weiteren arbeitszeitverkürzenden Maßnahmen. Das sind 15 Stunden mehr Freizeit pro Jahr – und damit ein erster Hebel, um für alle eine spürbare Entlastung durchzusetzen. Aber wir sind noch lange nicht am Ziel“, so vida KV-Verhandlerin Martina Reischenböck. Zusätzlich werden die Gehälter und Zulagen ab Juli um 3,3 % erhöht, bei einer Laufzeit des Vertrags von einem Jahr.
Ein erster Schritt, aber mehr muss noch passieren
Die Erhöhung des jährlichen Zeitbonus ist ein positiver Schritt – besonders, weil alle Beschäftigten das Recht haben, diese zusätzlich gewonnenen Stunden als Freizeit zu nehmen. Jetzt sind alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gefragt, über dieses Angebot abzustimmen“, erklärt Martina Reischenböck. Dieser Prozess ist wichtig, um die Meinung der Belegschaft einzuholen und die nächsten Schritte gemeinsam zu planen.
„Was wir bisher erreicht haben, haben wir durch unseren Streik und unsere Stärke erreicht. Wir sind so stark wie nie und werden uns auch in Zukunft nicht unterkriegen lassen. Wir geben nicht auf – sondern wir nehmen Anlauf“, sagt Elke Hergetz, Krankenpflegerin bei den Elisabethinen in Linz. Das zeigt, wie wichtig der Zusammenhalt und die Arbeitskampfmaßnahmen für den Erfolg sind.
„Wir sehen weiter die Landespolitik gefordert, Rahmenbedingungen zu schaffen, die uns ausreichend Erholung und unseren Patient:innen eine gute Versorgung gewährleisten. Das Schweigen unserer Landesregierung war ein klares Zeichen – wir fühlen uns im Stich gelassen“, so Sandra Weilnböck, Radiologietechnologin bei den Barmherzigen Schwestern Linz. Die Unterstützung der Politik ist entscheidend, um langfristige Verbesserungen zu erreichen.
Die Belegschaft entscheidet
Am Mittwoch, dem 18. März, beginnt die Abstimmung, bei der alle Beschäftigten über das Verhandlungsergebnis entscheiden können. Diese Abstimmung wird eine Woche dauern. Das Ergebnis wird dann am Mittwoch, dem 25. März, bekanntgegeben. So bekommen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Möglichkeit, ihre Stimme einzubringen und mitzuentscheiden.
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Gewerkschaft vida
Cornelia Groiss
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