Bundesforste pflanzen 1,5 Millionen Bäume für den Zukunftswald
Am 21. März, zum Internationalen Tag des Waldes, haben die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) die neue Saison für Aufforstungen gestartet. In den nächsten Monaten werden etwa 1,5 Millionen junge Bäume in sechs Bundesländern gepflanzt. Das ist eine Fläche von fast 800 Hektar – ungefähr so groß wie mehr als 1.100 Fußballfelder. „Grundsätzlich forcieren wir in unseren Wäldern die natürliche Verjüngung des Waldes. Nach größeren Schadereignissen wie Stürmen oder Borkenkäferbefall braucht es jedoch gezielte Aufforstungen, damit sich die Wälder rascher erholen und sich offene Flächen wieder schließen“, erklärt Andreas Gruber, der ÖBf-Vorstand für Forstwirtschaft und Naturschutz.
Die Bedingungen für das Pflanzen von Bäumen sind derzeit günstig: Der Winter war im Dezember und Jänner eher trocken, aber der Februar brachte viele Regenfälle. Das hilft den Böden, feucht zu bleiben. Nun kommt es auf das Wetter in den nächsten Wochen an. „Während sich viele über warme und sonnige Frühlingstage freuen, hoffen wir aus forstlicher Sicht vor allem auf weiteren Niederschlag“, sagt ÖBf-Vorstandssprecher Georg Schöppl. Denn nur mit genügend Wasser im Boden können die jungen Bäume gut wachsen.
Lärche, Tanne, Eiche und Ahorn: Bäume für einen Wald, der mit dem Klima besser zurechtkommt
Die Bundesforste setzen bei der Aufforstung auf viele verschiedene Baumarten, damit die Wälder in Zukunft stärker und widerstandsfähiger gegen Klimaveränderungen sind. „Wir müssen Baumarten fördern, die sowohl heute als auch in 100 Jahren mit den klimatischen Bedingungen zurechtkommen“, betont Andreas Gruber. Mehr als die Hälfte der neu gepflanzten Bäume – etwa 810.000 – sind Lärchen, die gut gegen Hitze und Trockenheit gewappnet sind. Fichten gibt es nur noch ungefähr bei einem Viertel der Neupflanzungen. Außerdem werden rund 100.000 Tannen gepflanzt, die mit ihren tiefen Wurzeln gut an Wasser und Nährstoffe kommen, auch wenn es trocken ist.
Bei den Laubbäumen setzen die Bundesforste vor allem auf Eichen, besonders im Osten Österreichs, mit etwa 75.000 jungen Bäumen. Auch Ahorn wird mit rund 25.000 Exemplaren gepflanzt. Für mehr Vielfalt sorgen außerdem seltenere Arten wie Vogelkirsche, Wildbirne, Linde oder Schwarzpappel. Insgesamt gibt es in diesem Jahr rund 40 verschiedene Baumarten, die für einen gesunden Mischwald sorgen.
Wo die neuen Bäume stehen
In Oberösterreich wird mit rund 365.000 Jungbäumen am meisten gepflanzt. Die Arbeiten finden vor allem im Steyrtal in den Forstrevieren Reichraming und Breitenau sowie östlich des Attersees statt. In Salzburg kommen etwa 320.000 Bäume dazu, zum Beispiel in Saalfelden, im Kleinarltal und im Raum Tamsweg. Auch in der Steiermark, besonders bei Gußwerk und Mariazell, werden rund 250.000 Bäume gepflanzt – an Orten, die durch Stürme und Borkenkäfer sehr beschädigt wurden.
In Niederösterreich werden knapp 260.000 neue Bäume gesetzt, vor allem im Süden des Bundeslandes bei Hollenstein und Göstling sowie im Waldviertel beim Forstrevier Droß. In Tirol pflanzen die Bundesforste rund 155.000 Bäume, zum Beispiel in den Forstrevieren Hinterriß, Achensee, Brixental und Landeck. In Kärnten sind es etwa 115.000 Bäume, die unter anderem im Raum Obervellach und im Forstrevier Millstatt gepflanzt werden.
Über 17 Millionen Euro für den Wald
Die Aufforstung allein reicht nicht aus, um die Wälder gesund zu halten. Auch die Pflege des Waldes und der Schutz vor dem Borkenkäfer sind wichtig. Der Borkenkäfer schädigt viele Bäume, besonders wenn es warm und trocken ist – denn in solchen Jahren vermehrt sich der Käfer schnell und erreicht auch höher gelegene Wälder an der Baumgrenze. Gute Vorbeugung ist deshalb entscheidend. Die Bundesforste nutzen Monitoring- und Lockstofffallen und kontrollieren die Wälder regelmäßig auf befallene Bäume.
„Entscheidend ist eine rasche Reaktion – befallene Bäume müssen frühzeitig erkannt und rasch aus dem Wald gebracht werden, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern“, sagt Andreas Gruber. Für die Bekämpfung des Borkenkäfers sind in diesem Jahr rund 7 Millionen Euro eingeplant. Insgesamt investieren die Bundesforste seit fünf Jahren rund 70 Millionen Euro in den Waldumbau und künftig, im Jahr 2026, sind Ausgaben von mehr als 17 Millionen Euro für die Pflege und Aufforstung geplant. Georg Schöppl betont: „Als größter Naturraumbewirtschafter des Landes tragen wir eine besondere Verantwortung. Daher setzen wir seit einigen Jahren alles daran, den Waldumbau unter dem Motto ‚Wald der Zukunft‘ konsequent voranzutreiben und unsere Wälder klimafit zu gestalten.“
Weiteres Bildmaterial finden Sie hier: www.bundesforste.at
Rückfragen
Österreichische Bundesforste
Andrea Kaltenegger
Unternehmenssprecherin
Telefon: +43 2231 600-1521
E-Mail: andrea.kaltenegger@bundesforste.at
Website: https://www.bundesforste.at
www.facebook.com/bundesforste
www.instagram.com/bundesforste
KI-BEARBEITETER OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. Originaltext www.ots.at
(C) Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender. Österreichische Bundesforste AG