ARBÖ: Dieselpreis um fast 15 % gestiegen
Der Krieg im Nahen Osten und besonders die Sperrung der wichtigen Meerenge von Hormus haben direkte Auswirkungen auf die Preise für Treibstoff an den Tankstellen in Österreich. Diese Engstelle ist sehr wichtig, denn durch sie wird etwa ein Fünftel des weltweiten Rohöls transportiert. Das bedeutet, dass der Konflikt nicht nur die Region betrifft, sondern auch Europa und Österreich stark beeinflusst.
Zu Beginn der Woche stiegen die Preise für Benzin und Diesel nur langsam. Jetzt aber hat vor allem der Dieselpreis einen starken Sprung nach oben gemacht. Am Montagvormittag kostete ein Liter Diesel im Durchschnitt 1,534 Euro. Am Donnerstag sind es schon 1,759 Euro, also rund 14,7 % mehr innerhalb von nur drei Tagen. Auch der Preis für Super 95 Benzin ist gestiegen, nämlich von 1,489 Euro auf 1,65 Euro, was etwa 7,8 % mehr ist.
„Auch wenn die Kraftfahrer in den vergangenen Tagen mehr getankt haben, so ist dieser Anstieg in keinster Weise mehr mit der erhöhten Nachfrage zu begründen. Zusätzlich zeigt der Krieg nicht mal am sonst sehr schnell reagierenden Rohölpreis so massive Auswirkungen: Der Preis der Rohölsorte Brent stieg von Montag bis heute nämlich nur um knapp 6 Prozent“, erklärt KommR Mag. Gerald Kumnig, der Generalsekretär des ARBÖ. Er macht deutlich, dass der Anstieg der Treibstoffpreise viel stärker ist als die Veränderung beim Rohölpreis selbst.
Der ARBÖ sieht diese Preisentwicklung als sehr problematisch an und fordert deshalb schnelle Maßnahmen. Der Automobilklub fordert, dass Wirtschaftsminister Hattmannsdorfer strenge Kontrollen durchführt und für völlige Transparenz sorgt. Im schlimmsten Fall sollen staatliche Eingriffe bei den Preisen helfen, damit die Kosten für Treibstoff wieder auf ein faires Niveau sinken. So könnte auch die Inflation, die durch steigende Spritpreise zusätzlich angeheizt wird, gebremst werden. „Im Notfall sollen staatliche Preiseingriffe die Treibstoffkosten regulieren, damit der Spritpreis auf ein gerechtfertigtes Maß sinkt und die Inflation nicht noch weiter befeuert wird“, fordert Kumnig abschließend.
Es ist wichtig zu wissen, dass steigende Treibstoffpreise nicht nur Autos teuer machen, sondern auch viele Produkte im Alltag. Denn fast alle Güter werden mit LKW oder Schiff transportiert, die Treibstoff benötigen. Deshalb spüren Verbraucherinnen und Verbraucher die Preissteigerungen oft auch bei Lebensmitteln und anderen Waren.
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