Schockierende Wahrheit: Mädchen mit Behinderungen im Gesundheitssystem gnadenlos benachteiligt!
Am 8. März, dem Weltfrauentag, weist der Unabhängige Monitoringausschuss auf große Probleme in der Gesundheitsversorgung von Mädchen und jungen Frauen mit Behinderungen hin. Diese Gruppe hat es besonders schwer, weil sie wegen ihres Geschlechts, ihrer Behinderung und ihres Alters oft mehr Nachteile erlebt als andere. Ein großes Problem ist, dass Gesundheitsangebote oft nicht barrierefrei sind. Dadurch können diese jungen Frauen nicht einfach und gleichberechtigt alle wichtigen Gesundheitsdienstleistungen nutzen. Besonders schwer fällt das bei der sexuellen Gesundheit.
Mädchen werden oft nicht ernst genommen und Fachwissen fehlt
Viele Mädchen werden im Gesundheitssystem nicht richtig beachtet. Es gibt zu wenig kindgerechte und barrierefreie Informationen, die leicht verständlich sind. Außerdem wissen Experten oft nicht genug über die unterschiedlichen Behinderungen und wie sie zusammen mit anderen Krankheiten wirken können.
Junge Frauen erzählen, dass ihre Beschwerden manchmal erst ignoriert werden oder als „psychosomatisch“ bezeichnet werden, also als körperliche Beschwerden, die durch seelische Probleme verursacht sind. Das führt dazu, dass wichtige Untersuchungen und Behandlungen oft zu spät beginnen. Dadurch verschlechtert sich ihre Gesundheit unnötig.
Schwierigen Zugang zu sexueller Gesundheitsversorgung
Der UN-Fachausschuss, der überwacht, wie die UN-Behindertenrechtskonvention umgesetzt wird, zeigte 2023 in seinem Bericht, dass Mädchen und junge Frauen mit Behinderungen nur schwer Zugang zu sexueller Gesundheitsversorgung haben. Besonders hart trifft das jene, die in Wohnheimen oder anderen Einrichtungen leben. Dort gibt es oft kaum Sexualerziehung oder Gesundheitsberatung – beides aber sehr wichtig, um vor Gewalt und Missbrauch zu schützen.
Der UN-Fachausschuss äußerte außerdem große Sorgen über Berichte, wonach jungen Frauen ohne ihre Zustimmung Verhütungsmittel gegeben oder sogar Sterilisationen durchgeführt wurden. Es fehlen viele Angebote, um die sexuelle Selbstbestimmung dieser jungen Frauen zu stärken und zu schützen.
Daniela Rammel vom Vorsitzteam des Unabhängigen Monitoringausschusses sagt dazu: „Mädchen mit Behinderungen haben ein Recht auf barrierefreie Gesundheitsversorgung und auf Selbstbestimmung über ihren eigenen Körper. Die fehlende Versorgung kann für sie lebensbedrohlich sein. Österreich ist durch die UN-Behindertenrechtskonvention zur Umsetzung dieser Rechte verpflichtet“
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Im Jahr 2026 will der Unabhängige Monitoringausschuss die besondere Gesundheitsversorgung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen genauer untersuchen. Dafür wird auch eine öffentliche Sitzung organisiert, bei der Interessierte mehr erfahren und mitreden können.
Rückfragen
Verein zur Unterstützung des Unabhängigen Monitoringausschuss
Eva Rottensteiner
Telefon: +43 670 657 83 67
E-Mail: eva.rottensteiner@monitoringausschuss.at
Website: https://www.monitoringausschuss.at
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