So kämpft Sharma im Burgenland gegen explodierende Energiepreise! | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

So kämpft Sharma im Burgenland gegen explodierende Energiepreise!

0 100

Stephan Sharma, der Geschäftsführer von Burgenland Energie, spricht über die aktuelle Lage in der Welt und die Folgen für die Energieversorgung: „Burgenland, Österreich und ganz Europa haben kein eigenes Erdgas und Erdöl. Wir sind deshalb auf andere Länder angewiesen – vor allem auf arabische Länder, Russland und die USA. Darum müssen wir die benötigte Energie für unsere Kunden auf den internationalen Märkten kaufen. Für uns steht die sichere Energie-Versorgung der Menschen im Burgenland jederzeit an erster Stelle. Deshalb kaufen wir die benötigten Mengen schon früh auf den Großhandelsmärkten ein. Durch diese Strategie konnten wir für das Jahr 2026 günstigere Preise bekommen. Als erster Landesenergieversorger haben wir daher schon Ende letzten Jahres angekündigt, dass wir ab dem 1. April 2026 die Gas- und Strompreise für die Burgenländerinnen und Burgenländer senken werden. Dieses Versprechen halten wir und geben wie immer eine einjährige Preisgarantie.“

„Österreich importiert etwa 60 Prozent seines Energiebedarfs aus anderen Ländern. Deshalb war Österreich beim Ausbruch des Ukrainekriegs von einer sehr schweren Energiekrise betroffen. Nun gibt es seit Anfang März einen neuen Krieg im Nahen Osten, der Österreich wegen der weiterhin großen Abhängigkeit von ausländischer Energie erneut stark treffen wird. Die arabische Region liefert rund 25 Prozent des weltweit verfügbaren Flüssigerdgases (LNG). Dadurch beeinflusst sie direkt die Erdgaspreise auf der ganzen Welt und somit auch die Strompreise. Gestern sind die europäischen Erdgaspreise auf den Großhandelsmärkten, wo wir die Energie für unsere Kunden kaufen, zeitweise um bis zu 50 Prozent gestiegen. Aktuelle Berichte zeigen, dass Öl- und Gasanlagen angegriffen wurden und wichtige Transportwege, wie die Straße von Hormus, blockiert sind. Diese Ereignisse machen deutlich, wie wichtig es für uns ist, den Weg des Burgenlands zur vollständigen Energieunabhängigkeit und Versorgungssicherheit bis zum Jahr 2030 weiterzugehen. Wir bauen deshalb die eigene Strom- und Wärmeproduktion aus Wind, Sonne und Energiespeichern immer weiter aus. Nur mit eigenen Energien können wir dauerhafte Stabilität und Sicherheit erreichen.“

„Unser Ziel ist klar: Mit der Strategie ‚Change‘ wollen wir das Burgenland bis 2030 energiesicher und unabhängig machen. Wir arbeiten daran seit 2021 sehr entschlossen. Schon jetzt haben wir die Energieunabhängigkeit im Burgenland von etwa 50 auf 75 Prozent erhöht. Den Rest – also die letzten 25 Prozent – wollen wir auch bald schaffen. Seit Beginn des Ukrainekriegs haben wir die Produktion von Windenergie und Solarstrom im Burgenland verdoppelt. Außerdem bauen wir große Speicheranlagen, die dritte wichtige Säule der Energieunabhängigkeit, auf. An vier Standorten werden gerade die ersten großen Batteriespeicher installiert. Insgesamt sollen bis 2026 rund 700 Megawattstunden an Speicherkapazität entstehen. Für uns ist klar: „Wir wollen so viel Strom, wie im Burgenland produziert wird, auch direkt hier nutzen.“ Mit der Energiegemeinschaft „Fanclub Burgenland Energieunabhängig“ kann jeder Haushalt und jedes Unternehmen von diesem Ausbau profitieren. Strom aus dem Burgenland wird damit 20 Jahre lang stabil zu einem Preis von 10 Cent pro Kilowattstunde angeboten. So machen wir die Menschen und Firmen in unserer Region weniger abhängig von den unsicheren Entwicklungen und Märkten in der Welt.“

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.